Münchner Start-up Hyperdrives revolutioniert E-Motor-Kühlung mit bahnbrechender Technologie
Klaus-Dieter PohlMünchner Start-up Hyperdrives revolutioniert E-Motor-Kühlung mit bahnbrechender Technologie
Hyperdrives: Münchner Deep-Tech-Start-up revolutioniert die Kühlung von E-Motoren
Das in München ansässige Deep-Tech-Start-up Hyperdrives hat eine bahnbrechende Methode zur Kühlung von Elektromotoren entwickelt. Die innovative Technologie ermöglicht höhere Leistung in kompakteren, leichteren Bauweisen – und das ohne Überhitzung. Gegründet wurde das Unternehmen 2021, doch bereits vor der ersten Finanzierungsrunde Anfang 2023 konnte es kommerzielle Kunden gewinnen.
Hinter Hyperdrives stehen die Automobilinnovatoren Michael Numberger, Robin Renz und Benjamin Hengstler. Ihr Ansatz leitet Kühlmittel direkt durch hohle Kupferleiter, wodurch Wärme zehnmal effizienter abgeführt wird als mit herkömmlichen Methoden. Dadruch entfallen thermische Engpässe, und die Motoren können deutlich höhere Stromdichten bewältigen.
Die Motoren von Hyperdrives erreichen eine Dauerleistung von über 12 Kilowatt pro Kilogramm – ein Leistungsvorteil, der in Autos, Flugzeugen und Booten zum Tragen kommt. Zunächst konzentrierte sich das Start-up auf Nischenmärkte und gewann mit einem Hypercar-Hersteller seinen ersten Kunden, gefolgt von einem Unternehmen, das elektrische Tragflügelboote baut.
Drei Jahre lang finanzierte sich das Team ohne Risikokapital aus eigenen Mitteln. Nun plant es, bis zum nächsten Jahr auf fünfzehn Mitarbeiter zu wachsen. Zu den wichtigsten Zielen gehören die Gewinnung eines großen Projektkunden, der Start eines Vorentwicklungsprojekts mit einem Automobilpartner sowie der Aufbau einer Pilotproduktionsanlage in München.
Das Geschäftsmodell basiert auf zwei Säulen: Einerseits werden Projekte mit geringen bis mittleren Stückzahlen bedient, andererseits wird die Technologie an Großserienhersteller in der Automobilbranche lizenziert.
Die Kühllösung von Hyperdrives ermöglicht leichtere und leistungsstärkere Elektromotoren für verschiedene Branchen. Um die Nachfrage zu bedienen, baut das Unternehmen nun sein Team und seine Infrastruktur aus. Mit einer geplanten Pilotfabrik und Partnerschaften in der Automobilindustrie steht die nächste Phase im Zeichen der Serienreife – und der Skalierung für die Massenproduktion.






