Münchens neue ÖPNV-Kampagne: Sichere Fahrten gegen Angst und Belästigung
Susi Drub"Safe on the go" im Zug - Videos sollen informieren - Münchens neue ÖPNV-Kampagne: Sichere Fahrten gegen Angst und Belästigung
München startet Kampagne Sichere Fahrten für mehr Sicherheit im ÖPNV
München hat eine neue Initiative mit dem Namen Sichere Fahrten ins Leben gerufen, um Bedenken zur Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr zu begegnen. Anlass ist eine aktuelle Umfrage, laut der sich nur 26 Prozent der jungen Frauen an Haltestellen nach Einbruch der Dunkelheit sicher fühlen.
Im Mittelpunkt der Kampagne stehen Aufklärungsvideos, die Fahrgäste über Notfallmaßnahmen und Hilfsangebote informieren sollen. Kritiker monieren jedoch, dass die Materialien die Bedürfnisse besonders gefährdeter Gruppen nicht ausreichend berücksichtigen.
Aktuell umfasst das Sicherheitskonzept 15.000 Kameras in Stationen und Zügen sowie Notrufmelder. Die Münchner Polizei garantiert zudem eine durchschnittliche Einsatzzeit von nur vier Minuten bei Vorfällen im ÖPNV.
Aktuelle Zahlen unterstreichen die anhaltenden Probleme: 28 Prozent der jungen Frauen geben an, bereits sexuelle Belästigung in öffentlichen Verkehrsmitteln erlebt zu haben. Die Initiative Sichere Fahrten zielt darauf ab, das Bewusstsein zu schärfen und das Vertrauen in das System zu stärken.
Mit der Bewerbung bestehender Sicherheitsinstrumente und der schnellen Polizeireaktion will die Kampagne die Fahrgäste beruhigen. Dennoch bleibt unklar, ob die Videos die am stärksten gefährdeten Personengruppen tatsächlich erreichen. Die Behörden evaluieren die Rückmeldungen, während die Initiative schrittweise umgesetzt wird.