Münchens Eisbachwelle ist plötzlich verschwunden – Surfer kämpfen um ihre Rückkehr
Susi DrubMünchens Eisbachwelle ist plötzlich verschwunden – Surfer kämpfen um ihre Rückkehr
Münchens berühmte Eisbachwelle – ein geliebter Binnen-Surfspot – ist nach Baggerarbeiten der Stadt verschwunden. Der plötzliche Verlust verwandelte die einst lebendige Surfszene der Stadt fast über Nacht in eine gedämpfte Atmosphäre. Surfer, die auf die Welle angewiesen waren, kämpfen nun für ihre Rückkehr.
Die Eisbachwelle war eine etwa 1,5 Meter hohe Wasserwalze, die durch Münchens größten Park, den Englischen Garten, tobte. Nur geübte Surfer wagten sich in ihre kraftvollen Strömungen – bis sie Ende Oktober verschwand. Rund 250 Stamm-Surfer, viele vom Surfclub München und der Interessengemeinschaft Surfen in München (IGSM), trainierten dort täglich.
Vor zwei Wochen veränderten städtische Ingenieure während der Baggerarbeiten den Flussverlauf – mit der Folge, dass sich die Welle nicht mehr richtig bildete. Als Reaktion baut eine Gruppe von Surfern kurzzeitig eine Unterwasserrampe ein, um die Welle zu retten. Doch die Behörden entfernten sie wenig später wieder.
Nun arbeiten der Munich River Surfers Association und andere Initiativen gemeinsam an einer Wiederbelebung der Welle. Die Stadt testet derzeit Anpassungen des Wasserflusses und bringt Sedimente ein, um sie zurückzuholen.
Das Verschwinden der Eisbachwelle hat Münchens Surfcommunity entschlossen gemacht, eine Lösung zu finden. Die Behörden experimentieren aktiv mit Lösungsansätzen, doch die Zukunft der Welle bleibt ungewiss. Vorerst liegt der Ort, der einst Hunderte von Surfern anzog, still.






