Mindestlohn steigt 2026 auf 13,90 Euro – Gastronomie warnt vor Preisschock
Pierre BaumMindestlohn steigt 2026 auf 13,90 Euro – Gastronomie warnt vor Preisschock
Die deutsche Bundesregierung hat eine Erhöhung des Mindestlohns beschlossen: Ab dem 1. Januar 2026 steigt er von 12,82 Euro auf 13,90 Euro pro Stunde. Genau ein Jahr später folgt eine weitere Anhebung auf 14,60 Euro. Von der Änderung sind rund sechs Millionen Beschäftigte im Land betroffen.
Die Lohnerhöhung wird die Lohnkosten der Arbeitgeber 2026 voraussichtlich um etwa 2,2 Milliarden Euro erhöhen, 2027 dann um 3,4 Milliarden Euro. Zwar dürfte sich der gesamtwirtschaftliche Effekt auf die Verbraucherpreise in Grenzen halten, doch einige Branchen werden die Belastung stärker spüren als andere.
Besonders betroffen ist die Gastronomie, die ohnehin bereits mit einem Arbeitskräftemangel aufgrund demografischer Veränderungen kämpft. Betriebe mit direktem Kundenkontakt – etwa Restaurants und Hotels – könnten die höheren Kosten durch Preiserhöhungen an die Verbraucher weitergeben.
Der Dehoga Bayern, der die Branche vertritt, fordert staatliche Unterstützung, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Vorgeschlagen werden unter anderem Senkungen der Einkommensteuer und Bürokratieabbau. Die Branche betont zwar, weiterhin auf Qualität und Service zu setzen, warnt jedoch, dass politische Maßnahmen nötig seien, um die Lasten zu verringern.
Bis Januar 2028 wird der Mindestlohn schließlich 14,60 Euro erreichen – ein Plus für Millionen Geringverdiener. Arbeitgeber, insbesondere in der Gastronomie, müssen sich nun auf steigende Kosten einstellen. Ohne politische Anpassungen könnte es für manche Unternehmen schwierig werden, die finanziellen Folgen zu schultern.