Milchbauern ohne Rettung: Länder blockieren EU-Hilfsplan für notleidende Betriebe
Ilja RustMilchbauern ohne Rettung: Länder blockieren EU-Hilfsplan für notleidende Betriebe
Landwirtschaftsminister lehnen Hilfsplan für milchproduzierende Betriebe ab
Die Landwirtschaftsminister der deutschen Bundesländer haben einen Plan zur Unterstützung notleidender Milchbauern abgelehnt. Der von Niedersachsen vorgebrachte Vorschlag sah EU-Krisenmaßnahmen vor, um die Milchpreise zu stabilisieren und familiengeführte Betriebe zu schützen. Ministerin Miriam Staudte verurteilte die Entscheidung als schweren Rückschlag für die Branche.
Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte gab die Ablehnung am Freitag bekannt. Sie hatte sich für ein Eingreifen der EU eingesetzt und argumentiert, dass die Milchpreise für kleine Erzeuger nicht mehr tragbar seien. Unterstützt von Bauernverbänden forderte das Land Maßnahmen, um die langfristige Widerstandsfähigkeit der Milchwirtschaft zu stärken.
Während Minister aus CDU- und SPD-geführten Ländern die Schwierigkeiten des Sektors anerkannten, lehnten sie finanzielle Hilfen ab. Staudte warf ihnen vor, "ideologische Rechnereien" über dringend notwendiges Handeln zu stellen. Sie warnte, dass ohne Unterstützung weitere Familienbetriebe unter dem wirtschaftlichen Druck zusammenbrechen würden.
Die Entscheidung lässt die Landwirte ohne zusätzliche staatliche Entlastung zurück. Aktuelle Zahlen zu den Milchpreisentwicklungen oder bestehenden Förderprogrammen wurden in den Beratungen nicht vorgelegt.
Die Ablehnung bedeutet, dass Milchproduzenten weiterhin mit Marktinstabilitäten ohne neue staatliche Hilfen konfrontiert sind. Staudtes Kritik unterstreicht die tiefen Gräben bei der Bewältigung der Krise. Vorerst müssen familiengeführte Molkereien die finanziellen Herausforderungen ohne das geplante EU-gestützte Sicherheitsnetz meistern.






