23 May 2026, 10:16

#MeToo-Debatte: Gericht gibt Grünen-Politikerin Klara Schedlich teilweise recht

Grüne Politikerin Schedlich gewinnt Prozess gegen Gelbhaar

#MeToo-Debatte: Gericht gibt Grünen-Politikerin Klara Schedlich teilweise recht

Die Grünen-Politikerin Klara Schedlich hat einen Rechtsstreit gegen den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Stefan Gelbhaar gewonnen. Im Mittelpunkt des Konflikts standen Äußerungen im Rahmen der #MeToo-Debatte. Ein Hamburger Gericht gab ihr nun recht und erlaubte ihr, bestimmte Vorwürfe gegen Gelbhaar öffentlich zu wiederholen.

Ausgelöst wurde die Kontroverse 2024, als der Rundfunksender RBB mehrere #MeToo-Vorwürfe gegen Gelbhaar berichtete – keiner davon stammte von Schedlich persönlich. Später stellten sich viele der Anschuldigungen als haltlos heraus, woraufhin der RBB eine offizielle Entschuldigung veröffentlichte.

Gelbhaar wies die Vorwürfe stets als falsch zurück. Dennoch verlor er seine sichere Nominierung für die Bundestagswahl 2025 und schied Anfang 2025 vollständig aus dem Parlament aus.

Schedlich machte später in einer eidesstattlichen Versicherung Aussagen über Gelbhaar. Das Oberlandesgericht Hamburg prüfte den Fall und kam zu dem Schluss, dass es sich teilweise um widersprüchliche Darstellungen handelte. Zwar konnten nicht alle Behauptungen bewiesen werden, doch das Gericht gestattete Schedlich, bestimmte ihrer Äußerungen zu wiederholen.

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Das Urteil bedeutet einen juristischen Erfolg für Schedlich, die sich damit zu konkreten Aussagen stehen darf. Gelbhaar, der sich bereits Anfang dieses Jahres aus der Politik zurückgezogen hatte, hatte unter den früheren Vorwürfen bereits Konsequenzen zu spüren bekommen. Der Fall zeigt, wie komplex öffentliche Auseinandersetzungen bei schweren Anschuldigungen sein können.

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