04 May 2026, 10:16

Merz zieht rote Linie bei SPD-Steuerplänen: "Das wird nicht passieren"

Alte Karte aus dem 19. Jahrhundert, die die politischen Grenzen Deutschlands zeigt, auf Papier gedruckt mit Text oben und unten.

Merz zieht rote Linie bei SPD-Steuerplänen: "Das wird nicht passieren"

Bundeskanzler Friedrich Merz hat der SPD in den Koalitionsverhandlungen eine unmissverständliche Warnung zu deren Steuerplänen ausgesprochen. In ungewöhnlich scharfen Worten warf er der Partei vor, mit ihren Forderungen nach höheren Steuern für Spitzenverdiener zu weit zu gehen. Die Äußerungen fielen in einem vorab aufgezeichneten Interview für Caren Miosgas ARD-Sendung, das am Sonntagabend ausgestrahlt werden soll.

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Merz richtete sich dabei direkt an SPD-Chef Lars Klingbeil und mahnte zur Zurückhaltung bei den Steuervorhaben. Er machte deutlich, dass CDU und CSU Forderungen nach höheren Abgaben für hohe Einkommen nicht akzeptieren würden. „Das wird mit der Union nicht passieren“, betonte er entschlossen. „Und auch nicht mit mir.“

Gleichzeitig wies er jede Wahrnehmung von Schwäche in den Verhandlungen zurück. „Kompromiss ist keine Einbahnstraße“, stellte er klar und warnte die SPD davor, seine Haltung falsch zu deuten. Der Kanzler unterstrich, dass die Union gleichberechtigt an der Ausrichtung der Koalition mitwirken müsse.

Über die Steuerpolitik hinaus thematisierte Merz die wachsenden Spannungen innerhalb der CDU. Zwar räumte er Unmut in der Partei ein, wies aber jede Annahme zurück, er werde die Grundsätze der Union preisgeben. „Ich habe keinen Auftrag, die CDU zu zerstören“, erklärte er nachdrücklich. Mit Blick auf die politische Landschaft fügte er hinzu: „In Deutschland gibt es keine linke Mehrheit.“

Die Aussagen des Kanzlers deuten auf eine Verhärtung der CDU-Position vor den weiteren Koalitionsgesprächen hin. Seine Ablehnung höherer Steuern für Topverdiener setzt eine klare Grenze für die Verhandlungen. Das Interview unterstreicht die Herausforderungen, vor denen beide Parteien bei der Suche nach einer Einigung stehen.

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