Mediengruppe Bayern übernimmt Oberfrankens größten Verlag – doch das Kartellamt muss zustimmen
Klaus-Dieter PohlMediengruppe Bayern übernimmt Oberfrankens größten Verlag – doch das Kartellamt muss zustimmen
Die Mediengruppe Bayern (MGB) hat Pläne bekannt gegeben, die Mediengruppe Oberfranken (MGO), einen der großen regionalen Verlagshäuser, zu übernehmen. Der Deal, der noch der kartellrechtlichen Genehmigung bedarf, würde bedeuten, dass die MGB sämtliche Zeitungen und Druckereien der MGO vollständig übernimmt.
Albrecht Tintelnot, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der MGO, bezeichnete den Verkauf als die "verantwortungsvollste Entscheidung für die Zukunft des Unternehmens".
Die MGO gibt mehrere bekannte regionale Titel heraus, darunter den Fränkischen Tag, die Bayerische Rundschau, das Coburger Tageblatt, die Saale-Zeitung sowie die Online-Plattform infranken.de. Sollte die Übernahme genehmigt werden, würde die MGB die volle Kontrolle über diese Publikationen sowie die Druckereibetriebe der MGO erhalten.
Simone Tucci-Diekmann, Verlegerin der Verlagsgruppe Passau und treibende Kraft hinter der MGB, nannte den Schritt einen "außerordentlich wichtigen Meilenstein". Bevor das Vorhaben umgesetzt werden kann, muss es jedoch zunächst die Prüfung durch das Bundeskartellamt bestehen.
Die geplante Übernahme reiht sich in zwei weitere bedeutende Konsolidierungen im Bereich der Regionalzeitungen in diesem Jahr ein. Zuvor hatte die Neue Pressegesellschaft Ulm die Medienholding Süd übernommen, während die Madsack-Gruppe die Nordwest Mediengruppe erworben hatte.
Mit dem Deal würde sich die Medienlandschaft in Bayern weiter verändern, da die Titel der MGO dann unter dem Dach der MGB gebündelt wären. Die kartellrechtliche Freigabe bleibt der nächste entscheidende Schritt, bevor die Übernahme abgeschlossen werden kann.






