Martin Hagen wird neuer FDP-Generalsekretär unter Kubickis Führung
Klaus-Dieter PohlMartin Hagen wird neuer FDP-Generalsekretär unter Kubickis Führung
Martin Hagen soll neuer Generalsekretär der FDP werden, nachdem Wolfgang Kubicki voraussichtlich zum Parteivorsitzenden gewählt wird. Der 43-Jährige ist seit langem eine prägende Figur der bayerischen Liberalen und hat sich seit seiner Jugend in der Partei hochgearbeitet. Seine Ernennung folgt auf den Rückzug Henning Hönes aus dem Rennen um den Vorsitz, was den Weg für Kubickis Kandidatur beim Parteitag am 30. und 31. Mai ebnete.
Hagen wurde 1981 in La Spezia, Italien, als Kind deutscher Eltern geboren und verbrachte seine Kindheit im oberbayerischen Landkreis Rosenheim. Er studierte Politikwissenschaft und Psychologie in München, bevor er 1998 den Jungliberalen beitrat. Bereits 2004 übernahm er den Landesvorsitz der Organisation, den er bis 2006 innehatte.
Mit 28 Jahren wurde Hagen unter Sabine Leutheusser-Schnarrenberger Geschäftsführer des FDP-Landesverbands Bayern. Seine Führungsrolle setzte sich 2018 fort, als er als Spitzenkandidat maßgeblich dazu beitrug, dass die FDP wieder in den bayerischen Landtag einzog. In den folgenden fünf Jahren leitete er die FDP-Fraktion im Münchner Maximilianeum.
Jenseits der Parteipolitik gründete Hagen 2024 gemeinsam mit Kristina Schröder und Andreas Rödder das Thinktank Republik 21. Als überzeugter Verfechter offener Debatten betont er, dass starke Demokratien auf „lebendigem Pluralismus und offenem Diskurs“ beruhen. Kubickis Entscheidung, ihn zum Generalsekretär zu ernennen, unterstreicht den Fokus auf Erfahrung und ideologische Klarheit, mit der die FDP in ihre nächste Phase startet.
Da Kubickis Bewerbung um den Vorsitz nun ohne Gegenkandidatur erfolgt, wird Hagens Amt als Generalsekretär nach dem Parteitag offiziell beginnen. Der Schritt festigt die organisatorische Ausrichtung der FDP und verbindet Hagens bayerische Wurzeln mit seinem langjährigen Einfluss in der Partei. Seine Erfahrung in der Jugendpolitik, auf Landesebene und in der Denkfabrik-Arbeit macht ihn zu einer zentralen Figur für die künftige Strategie der Freien Demokraten.






