Linke distanziert sich von antisemitischen und stalinistischen Äußerungen ihres Jugendverbandes
Susi DrubLinke distanziert sich von antisemitischen und stalinistischen Äußerungen ihres Jugendverbandes
Die Führung der Linken hat sich von umstrittenen Äußerungen ihres Jugendverbandes Linksjugend Solid distanziert. Mitglieder der Gruppe sollen in einem internen Forum laut Medienberichten Stalin, Mao Zedong und den ehemaligen DDR-Staat verherrlicht haben. Zudem wurden dort antisemitische Aussagen über Israel getätigt, darunter Vergleiche mit „israelischen Konzentrationslagern“ sowie der Aufruf „Israel verrecke“. Ein Bild der israelischen Flagge mit dieser Parole sei ebenfalls im Forum gepostet worden, wie der Bayerische Rundfunk als Erster berichtete.
Die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner verurteilte die Aussagen scharf und betonte, die Linke lehne Antisemitismus und unmenschliche Positionen entschieden ab. Die Partei habe sich längst vom Stalinismus losgesagt, und von allen Mitgliedern werde erwartet, diese Grundsätze einzuhalten.
Die Linke leitete nun Untersuchungen ein und kündigte Konsequenzen an. Schwerdtner erklärte, man stehe in Gesprächen mit Linksjugend Solid, um die Vorfälle aufzuarbeiten. Es ist nicht der erste Eklat um den Jugendverband: Bereits im November 2022 und Februar 2023 hatte es Kritik gegeben.
Auch regionale Spitzenpolitiker meldeten sich zu Wort. Christian Schaft, Fraktionsvorsitzender in Thüringen, forderte auf dem Bundesparteitag eine klare Verurteilung der Vorfälle. Er zeigte sich beschämt und enttäuscht: „Antisemitische Hetze und die Verherrlichung Stalins oder Maos haben in unserer Partei nichts verloren.“ Die Berliner Landesvorsitzenden Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer verlangten ebenfalls Konsequenzen und nannten die Aussagen des Jugendverbandes „beschämend und inakzeptabel“.
Die Linke hat ihre Haltung deutlich gemacht: Die Äußerungen werden verurteilt, Antisemitismus und Stalinismus abgelehnt. Die Ermittlungen laufen, und die Parteiführung drängt auf Konsequenzen. Der Vorfall zeigt, wie sehr die Partei weiterhin mit ihrer historischen und ideologischen Ausrichtung hadert.






