13 March 2026, 18:21

Lärmstreit zwingt Coburger Disco Feierraum zur vorübergehenden Schließung

Eine Menschenmenge steht vor dem Brandenburger Tor in Berlin, Deutschland, mit Fahnen und Schildern, mit einer Fahne auf der rechten Seite.

Lärmstreit zwingt Coburger Disco Feierraum zur vorübergehenden Schließung

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Der Feierraum, der letzte verbleibende Club in Coburgs einst blühender Partymeile entlang der Steinweg, hat nach einer einstweiligen Verfügung seine Türen schließen müssen. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die wachsenden Probleme der deutschen Nachtkultur, die mit steigenden Kosten, veränderten Freizeitgewohnheiten junger Menschen und Beschwerden von Anwohnern zu kämpfen hat.

Die Schließung erfolgte, nachdem ein Nachbar rechtliche Schritte eingeleitet hatte, die zu einem gerichtlichen Eilbeschluss führten. Die Betreiber des Feierraums arbeiten nun mit Anwälten daran, die Entscheidung anzufechten und den Club wieder zu eröffnen. Bis dahin finden geplante Veranstaltungen im Hinz & Kunz, einer nahegelegenen Bar in der Hahnweg, statt.

Der Konflikt hat Aufmerksamkeit von prominenten Persönlichkeiten erregt, darunter die Influencerin brinarina, DJ Goblin und der lokale Aktivist Tarek Legat. Sie fordern eine ausgewogene Lösung, die sowohl das Nachtleben als auch die Ruhe der Anwohner bewahrt. Zwar gab es in der Region in den letzten zwei Jahren keine dauerhaften Schließungen anderer Clubs wegen ähnlicher Konflikte, doch der Fall Feierraum spiegelt einen bundesweiten Trend wider.

Viele Bars und Clubs müssen schließen – bedingt durch explodierende Mieten, nachlassendes Interesse junger Gäste und juristische Auseinandersetzungen wegen Lärmbelästigung. Der Vorfall in Coburg hat die Debatte neu entfacht, wie Städte lebendige Kulturorte erhalten können, ohne die Belange der Anwohner zu vernachlässigen.

Der Feierraum bleibt vorerst geschlossen, doch das Team kämpft um eine Wiedereröffnung. Bis zu einer Lösung werden die Veranstaltungen an einem alternativen Ort stattfinden. Das Ergebnis könnte richtungsweisend dafür sein, wie in der Region künftig Nachtleben und nachbarschaftliches Miteinander in Einklang gebracht werden.

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