Landkreistag widerspricht Umweltminister: Hitzeschutz-Fonds ist "Tropfen auf heißen Stein"
Pierre BaumLandkreistag widerspricht Umweltminister: Hitzeschutz-Fonds ist "Tropfen auf heißen Stein"
Der Deutsche Landkreistag hat die Aussagen von Bundesumweltminister Carsten Schneider zurückgewiesen, wonach der Sonderfonds der Bundesregierung ausreichend Unterstützung für den lokalen Hitzeschutz biete. Achim Brötel, Präsident des Verbandes, argumentierte, dass die für die Klimafolgenanpassung bereitgestellten 100 Milliarden Euro den langfristigen Bedarf bei Weitem nicht decken würden.
Brötel ging direkt auf Schneiders Äußerungen zur Angemessenheit des Fonds ein. Die Mittel bezeichnete er als „nur einen Tropfen auf den heißen Stein“ und betonte, sie könnten keine dauerhafte und verlässliche Finanzierung des Hitzeschutzes ersetzen.
Laut Brötel seien die Kommunen bereits aktiv: Sie erarbeiteten Hitzeaktionspläne, berieten Einrichtungen und koordinierten Maßnahmen im Gesundheits- und Bevölkerungsschutz. Diese Aufgaben erforderten jedoch festes Personal und Planungssicherheit – und keine kurzfristigen Lösungen, so der Verbandschef.
Brötel wies zudem darauf hin, dass Hitzeschutz eine dauerhafte Aufgabe der kommunalen Dienste sei. Ohne stabile finanzielle Ausstattung könnten strategische und flächendeckende Maßnahmen nicht aufrechterhalten werden, warnte er.
Streitpunkt bleibt, ob der Bundessonderfonds den Bedürfnissen vor Ort gerecht wird. Brötel besteht darauf, dass ein nachhaltiger Hitzeschutz langfristige Investitionen erfordert – die aktuellen Mittel reichten dafür bei Weitem nicht aus.
