10 May 2026, 12:16

Landkreis Fürth kämpft mit dramatischem Schwund an Dorfhelfern seit 2014

Plakat mit der Aufschrift "Landwirtschaftliche Slums auf abgenutztem Land" bewirbt Umsiedlungsmöglichkeiten und zeigt eine Person vor einem Haus mit Bäumen.

Landkreis Fürth kämpft mit dramatischem Schwund an Dorfhelfern seit 2014

Dramatischer Rückgang der Dorfhelfer im Landkreis Fürth

In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Dorfhelfer im Landkreis Fürth stark gesunken. Während es 2014 noch drei hauptamtliche und 30 nebenamtliche Kräfte gab, sind es 2024 nur noch zwei Haupt- und elf Nebenamtliche. Dieser Rückgang spiegelt einen bundesweiten Trend wider: Auch die insgesamt geleisteten Einsatzstunden in der betrieblichen Hilfe sind im selben Zeitraum deutlich zurückgegangen.

Dorfhelfer leisten einen unverzichtbaren Beitrag, um lokale Höfe und Haushalte zu unterstützen. Ihre Aufgaben reichen vom Füttern und Melken der Tiere über die Bewältigung von Haushaltsarbeiten bis hin zu Außenarbeiten für Betriebe in Notlagen. Heike Vogel, Dorfhelferin in Deberndorf, engagiert sich seit 20 Jahren in diesem Bereich und springt ein, wenn benachbarte Höfe dringend Hilfe benötigen.

Kürzlich besuchte Landrat Bernd Obst den Betrieb von Heike Vogel, um auf die Bedeutung dieser Dienstleistungen aufmerksam zu machen. Sein Besuch lenkte den Fokus auf den schwindenden Personalbestand in der betrieblichen und dorflichen Hilfe der Region. Bundesweit sind die Einsatzstunden für solche Unterstützungsleistungen von 42.000 im Jahr 2014 auf nur noch 26.000 im Jahr 2024 gesunken.

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Um dem Mangel entgegenzuwirken, werben Organisationen wie der Maschinen- und Betriebshilfsring Fürth und der Evangelische Dorf- und Landwirtschaftliche Hilfsdienst Hesselberg aktiv um neue Kräfte – sowohl in Voll- als auch in Teilzeit. Interessierte können sich beim Maschinen- und Betriebshilfsring Fürth über die Website, telefonisch unter 09127 / 95 48 660 oder per E-Mail an [email protected] wenden. Der Evangelische Dorf- und Landwirtschaftliche Hilfsdienst Hesselberg ist über die Website, unter 09854 / 100 oder per E-Mail an [email protected] erreichbar.

Der Rückgang an Dorfhelfern bedeutet, dass in Notfällen weniger Unterstützung für Höfe und Haushalte verfügbar ist. Mit laufenden Rekrutierungsmaßnahmen hoffen die lokalen Organisationen, ihre Teams wieder aufbauen zu können. Wer sich engagieren möchte, kann sich direkt an die genannten Dienste wenden, um weitere Informationen zu erhalten.

Quelle