08 May 2026, 14:23

Krisenbonus scheitert an massiver Länder-Kritik – was jetzt passiert

Alte deutsche 100-Pfennig-Banknote mit Porträt eines Mannes auf schwarzem Hintergrund.

Krisenbonus scheitert an massiver Länder-Kritik – was jetzt passiert

Bundestag prämiert Krisenbonus auf breite Ablehnung der Länder

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Der von der Bundesregierung vorgeschlagene Krisenbonus stößt bei den meisten Bundesländern auf scharfe Kritik. Die Maßnahme, die Arbeitnehmern eine steuerfreie Zahlung von bis zu 1.000 Euro gewähren sollte, war von der linksgerichteten Koalition vorangetrieben worden, um die finanziellen Belastungen durch den Krieg im Iran abzufedern. Kritiker monieren jedoch, dass viele Beschäftigte leer ausgehen würden, während die Länder durch Mindereinnahmen Milliardenkosten tragen müssten.

Der Krisenbonus sah vor, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern bis Juni 2027 eine steuer- und abgabenfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro zahlen können. Die Bundesregierung hatte ihn als Teil eines umfassenderen Pakets zur Entlastung von Haushalten eingeführt, die unter den steigenden Kosten durch den Iran-Konflikt leiden. Die Länder wurden bei der Planung jedoch nicht einbezogen – obwohl sie einen Großteil der finanziellen Folgen tragen sollen.

Mittlerweile haben sich fast alle Bundesländer gegen den Vorschlag ausgesprochen. Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, warnte, der Bonus komme nur einer kleinen Gruppe von Beschäftigten zugute und sei daher ungerecht. Stattdessen forderte sie die Bundesregierung auf, sich auf breitere Steuerreformen zu konzentrieren, um Gering- und Mittelverdiener zu entlasten.

Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel schätzte, dass das Vorhaben zu Mindereinnahmen von 2,8 Milliarden Euro führen würde. Davon entfielen zwei Drittel auf die Länder, während die Kommunen rund 700 Millionen Euro verlieren würden. Einen Antrag der Länder auf Ausgleich dieser Verluste lehnte die Bundesregierung ab.

Da die Länder den Plan ablehnen, muss die Bundesregierung nun den Vermittlungsausschuss einschalten. Dieses Gremium soll einen Kompromiss zwischen beiden Seiten finden, bevor eine Entscheidung weiterverfolgt wird.

Nach der weitreichenden Ablehnung durch die Länder steht der Krisenbonus auf der Kippe. Scheitert eine Einigung, fällt die Maßnahme – und die geplanten finanziellen Entlastungen für Arbeitnehmer entfallen. Der Vermittlungsausschuss wird nun prüfen, ob eine überarbeitete Version auf Zustimmung stoßen könnte.

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