20 June 2026, 00:17

Köln und Düsseldorf fordern legale Drogenverkaufsräume gegen Kriminalität und Elend

Köln und Düsseldorf wollen den Crack-Handel legalisieren

Köln und Düsseldorf fordern legale Drogenverkaufsräume gegen Kriminalität und Elend

Die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf setzen sich für die Legalisierung des kleinteiligen Handels mit harten Drogen in kontrollierten Räumen ein. Stephan Keller und Torsten Burmester haben den Justizminister von Nordrhein-Westfalen in einem Schreiben um eine rechtliche Prüfung des Vorhabens gebeten. Sie argumentieren, dass dies die Kriminalität verringern und die Belastung für öffentliche Plätze mindern könnte.

Der Kölner Neumarkt hat sich zu einem zentralen Treffpunkt für Drogenabhängige entwickelt. Anwohner und Geschäftsleute berichten von weit verbreiteter Verunsicherung durch aggressives Betteln, Diebstahl und öffentlichen Drogenkonsum. Torsten Burmester bezeichnete die Lage als überfordernd – sowohl für die Abhängigen als auch für die Bevölkerung.

Die Oberbürgermeister schlagen spezielle Räumlichkeiten vor, in denen schwerstabhängige Nutzer kleine Mengen harter Drogen unter medizinischer Aufsicht kaufen und verkaufen könnten. Das Personal in diesen Einrichtungen würde klare, rechtlich abgesicherte Handlungsanweisungen erhalten. In großen deutschen Städten wie Hamburg, Berlin und Frankfurt hat Crack Heroin mittlerweile als meistkonsumierte illegale Droge abgelöst.

Stephan Keller plant die Einrichtung solcher Räume in Düsseldorf. Beide Oberbürgermeister sind überzeugt, dass der Schritt dazu beitragen würde, die öffentliche Ordnung zu verbessern und die Sicherheit der von Sucht Betroffenen zu erhöhen.

Der Antrag wurde an Justizminister Benjamin Limbach zur Bewertung weitergeleitet. Bei einer Genehmigung könnte das Vorhaben den kontrollierten Mikrohandel in Drogenkonsumräumen ermöglichen – ein bedeutender Wandel im Umgang der Städte mit hartem Drogenkonsum und dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft.

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