KNDS baut zwei neue Werke in Deutschland für massive Rüstungsproduktion
Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS hat Pläne bekannt gegeben, zwei neue Produktionsstandorte in Deutschland zu eröffnen. Der Schritt erfolgt, während das Unternehmen die Produktion von gepanzerten Fahrzeugen – darunter Leopard-Kampfpanzer, Boxer-Radfahrzeuge und Artillerieplattformen – deutlich ausweiten will.
Durch die Erweiterung soll die Produktion von Leopard-Panzern in den kommenden Jahren verdreifacht werden. Die Herstellung der Schützenpanzer vom Typ Puma wird sich verdoppeln, während die Fertigung der Boxer-Radpanzer und Artilleriesysteme sogar vervierfacht wird.
Verhandlungen mit potenziellen Partnern über die Standorte der neuen Werke laufen bereits. An einem Standort soll die gesamte Produktionskette für Radfahrzeuge wie den Boxer angesiedelt werden. Der andere Standort wird sich auf Schweißarbeiten spezialisieren – ähnlich wie das kürzlich übernommene Alstom-Werk für Schienenfahrzeuge in Görlitz.
Bis zum Ende des Jahrzehnts soll die Erweiterung die Belegschaft von KNDS Deutschland nahezu verdoppeln. Das Unternehmen plant, zwischen 4.000 und 5.000 neue Mitarbeiter einzustellen.
KNDS betont, dass Kampfpanzer, Artillerie und geschützte Radfahrzeuge auf dem Schlachtfeld unverzichtbar bleiben. Trotz der wachsenden Bedeutung von Drohnen in Konflikten wie dem Ukraine-Krieg bleibe die Produktion gepanzerter Fahrzeuge ein zentraler Schwerpunkt des Herstellers.






