Knaufs Gipsabbau bei Würzburg: Regierung gibt grünes Licht – unter strengen Auflagen
Pierre BaumKnaufs Gipsabbau bei Würzburg: Regierung gibt grünes Licht – unter strengen Auflagen
Die Regierung Unterfrankens hat die Pläne des Konzerns Knauf zum Gipsabbau in der Nähe von Würzburg geprüft. Ihr Fazit: Das Vorhaben berge keine unkontrollierbaren Risiken – vorausgesetzt, es werden strenge Auflagen eingehalten. Knauf begrüßte die Bewertung als weitere fachliche Bestätigung für das Projekt.
Das Unternehmen plant, in der Region über einen Zeitraum von 50 Jahren jährlich eine Million Tonnen Gips untertage zu fördern. Das Gebiet ist jedoch von zentraler Bedeutung für die Trinkwasserversorgung Würzburgs und der umliegenden Gemeinden. Im Rahmen des Raumordnungsverfahrens wurden 79 Behörden angehört und mehr als 4.300 Einwendungen aus der Bevölkerung geprüft.
Die Regierung betonte, dass der Abbau nur unter strikten Kontrollen erfolgen dürfe. Ein Restrisiko bleibe bestehen, und bei einem Absinken des Grundwasserspiegels müssten die Arbeiten eingestellt werden. Dennoch sammelte eine Online-Petition gegen das Projekt über 5.600 Unterschriften.
Die Grünen kritisierten die Einschätzung der Regierung als Verharmlosung der Gefahren für das Trinkwasser. Die endgültige Entscheidung über die Genehmigung liegt nun bei der Bergbehörde Nordbayern, deren Urteil bis Jahresende erwartet wird.
Knauf muss die auferlegten Bedingungen erfüllen, um mit dem Abbau beginnen zu können. Das weitere Vorgehen hängt vom Beschluss der Bergbehörde ab. Bis dahin bleibt das Vorhaben sowohl von Befürwortern als auch von Gegnern genau unter die Lupe genommen.
