07 June 2026, 06:17

Klimawandel macht Reis giftiger – Arsenbelastung steigt dramatisch an

Klimawandel erhöht Arsen-Verschmutzung in Reis: Gesundheitsrisiken steigen

Klimawandel macht Reis giftiger – Arsenbelastung steigt dramatisch an

Reis, das weltweit am häufigsten verzehrte Getreide, wird durch den Klimawandel giftiger. Steigende Temperaturen und höhere CO₂-Werte begünstigen die Aufnahme von Arsen in Reispflanzen – mit gravierenden Folgen für die Gesundheit. Eine neue Studie im Fachmagazin The Lancet Planetary Health warnt vor den wachsenden Risiken für Milliarden Menschen, die täglich auf Reis als Grundnahrungsmittel angewiesen sind.

Die Forschungsergebnisse zeigen, dass höhere Temperaturen und CO₂-Konzentrationen den Arsengehalt in Reis direkt erhöhen. Da Reis oft auf überfluteten Feldern angebaut wird, ist die Pflanze besonders anfällig für die Aufnahme des krebserregenden Stoffs. Arsenbelastung steht im Zusammenhang mit Haut-, Blasen- und Lungenkrebs sowie Herzerkrankungen und Entwicklungsstörungen bei Säuglingen.

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Besonders betroffen sind sieben asiatische Länder mit dem höchsten Reiskonsum. Die Studie prognostiziert einen drastischen Anstieg von Krankheitsfällen, falls keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Bisher gibt es in den USA keine gesetzlichen Grenzwerte für Arsen in Lebensmitteln – eine regulatorische Lücke, die die Belastung weiter verschärfen könnte.

Um das Problem einzudämmen, fordern Expert:innen strengere Lebensmittelsicherheitsvorschriften, insbesondere für Babynahrung. Zudem sollten Reissorten entwickelt werden, die weniger Arsen aufnehmen, und Verbraucher:innen über alternative Getreide aufgeklärt werden. Ohne gezielte Maßnahmen bleibt die Gesundheit von Millionen Menschen, die auf Reis angewiesen sind, weiter gefährdet.

Die Ergebnisse unterstreichen die Dringlichkeit eines zweigliedrigen Vorgehens: Die Reduzierung von Treibhausgasemissionen könnte die Arsenanreicherung im Reis verlangsamen, während schärfere Lebensmittelkontrollen die Belastung begrenzen würden. Ohne diese Schritte wird die gesundheitliche Last für reisabhängige Bevölkerungsgruppen weiter steigen.

Quelle