11 June 2026, 14:20

KI in der Politik: Wie Thüringens Ministerpräsident Voigt mit künstlicher Intelligenz Reden schreibt

Unklare künstliche Intelligenz-Anteile in Merz' Reden

KI in der Politik: Wie Thüringens Ministerpräsident Voigt mit künstlicher Intelligenz Reden schreibt

Die deutsche Bundesregierung sieht sich erneut mit Fragen zur Nutzung von KI bei der Erstellung offizieller Reden konfrontiert. Nun gibt es Berichte, wonach Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt in seiner Arbeit auf KI-generierte Inhalte zurückgegriffen hat. Die Debatte lenkt die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Transparenz in der politischen Kommunikation.

Untersuchungen der Transparenzplattform Frag den Staat förderten Hinweise zutage, dass mehrere Ansprachen Voigts mit KI-Unterstützung erstellt wurden. Der CDU-Politiker hat die Vorwürfe bisher nicht öffentlich zurückgewiesen.

Stellvertretender Regierungssprecher Steffen Meyer äußerte sich auch zu ähnlichen Bedenken hinsichtlich der Reden von Bundeskanzler Friedrich Merz. Er betonte, dass die Worte des Kanzlers stets seine eigenen blieben – unabhängig vom Entstehungsprozess. Meyer wiederholte diese Position später mit den Worten: „Wenn der Kanzler spricht, sind es seine Worte – und die eines anderen nicht.“

Die Regierung vermeidet eine direkte Bestätigung oder Dementi zum Einsatz von KI bei der Redenschreibung. Voigts Fall unterstreicht die wachsende Skepsis gegenüber automatisierten Werkzeugen in der Politik. Beamte bestehen weiterhin darauf, dass die letzte Verantwortung für öffentliche Aussagen bei denjenigen liege, die sie vortragen.

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