08 June 2026, 10:14

Jekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20. Jubiläum mit Rekordprogramm und Zeitreisen

"Night", wenn Geschichte lebendig wird: 101 Veranstaltungsorte nehmen an der Museumsjubiläumsaktion in Jekaterinburg teil

Jekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20. Jubiläum mit Rekordprogramm und Zeitreisen

Jekaterinburg feiert 20. Jubiläum der „Langen Nacht der Museen“ mit Rekordbeteiligung

Mit 101 teilnehmenden Veranstaltungsorten hat Jekaterinburg das 20-jährige Jubiläum der „Langen Nacht der Museen“ gefeiert – ein neuer Rekord. Das Programm bot Sonderausstellungen, interaktive Führungen und seltene Einblicke in die kulturelle und technologische Geschichte der Stadt. Zu den Höhepunkten zählten eine Schau zum 60-jährigen Bestehen des örtlichen Sputnik-Reisebüros sowie eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Reisebeschränkungen der Sowjetzeit.

Das Historische Museum Jekaterinburg präsentierte die Ausstellung „Koffermentalität“ – Sechs Jahrzehnte Sputnik, die die Entwicklung der sowjetischen Reiseagentur nachzeichnete. In der UdSSR unterlagen Auslandsreisen strengen Auflagen: Reisende mussten Altersgrenzen einhalten, Charakterreferenzen vorlegen und kamen mit nur 15 bis 20 US-Dollar für die gesamte Reise aus. Die Schau stellte diese Restriktionen dem späteren Wandel der Agentur gegenüber.

Im Museum für Steinschneidekunst und Juwelierhandwerk begaben sich die Besucher auf eine große Entdeckungsreise durch finno-ugrische Mythen und mineralbasierte Kunstwerke. Geführte Touren widmeten sich russischen Mosaiktechniken, der Kupferhandwerkskunst des Urals und klärten in separaten Einheiten gängige historische Missverständnisse auf.

Unterdessen öffnete der kreative Cluster L52 – auch als „Uraler Silicon Valley“ bekannt – an zwei Standorten durchgehend seine Türen. Die Tour „Elektronische Zauberer“ präsentation alte Computer und frühe Softwarelösungen, die für die Russischen Eisenbahnen entwickelt worden waren. Die Teilnahme des Clusters unterstrich die Verbindung der Stadt zwischen industriellem Erbe und moderner Innovation.

Die „Lange Nacht der Museen“ dauerte bis in die späten Abendstunden, der Eintritt war an allen Orten kostenlos. Die Veranstalter verzeichneten eine hohe Besucherzahl, was die wachsende Beliebtheit des Formats seit seinem Start vor zwei Jahrzehnten widerspiegelt.

Die Jubiläumsausgabe lockte mit Ausstellungen zur sowjetischen Reisegeschichte, mineralischer Kunst und Retro-Technologie zahlreiche Gäste an. Mit 101 beteiligten Häusern festigte die Stadt ihren Ruf als kulturelles Zentrum. Die nächste Auflage soll auf dem erweiterten Programm und dem großen Publikumszuspruch dieses Jahres aufbauen.

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