31 March 2026, 18:20

Jagdveranstaltung in Neuburg entfacht Debatte über Tierschutz und Tradition

Ein Buchumschlag mit Illustrationen von Wildtieren wie einem Reh und Kaninchen, mit sichtbarem Text auf dem Papier.

Jagdveranstaltung in Neuburg entfacht Debatte über Tierschutz und Tradition

Große Jagdveranstaltung in Neuburg an der Donau: Scharfe Kritik von Tierschützern

Eine große Jagdveranstaltung in Neuburg an der Donau, Bayern, hat heftige Kritik von Tierschutzorganisationen ausgelöst. Die Tierrechtsorganisation PETA verurteilte die Zusammenkunft als Feier eines "blutigen und grausamen Hobbys". Die von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger unterstützte Veranstaltung bringt die anhaltende Debatte über die Rolle der Jagd in Wildtiermanagement und Artenschutz erneut in den Fokus.

Jährlich töten Jäger in Deutschland über fünf Millionen Wildtiere. Besonders betroffen sind Rehe – rund 200.000 werden pro Jahr erlegt – sowie Waschbären, von denen in den Jahren 2020 und 2021 ähnlich hohe Zahlen geschossen wurden. Auch Wölfe und Rothirsche stehen auf der Liste der gejagten Tiere, wenn auch in geringerem Umfang. Doch nicht nur Wildtiere sind betroffen: Schätzungen zufolge fallen jedes Jahr rund 200.000 Katzen und unzählige Hunde Jagdaktivitäten zum Opfer.

Die Veranstalter in Neuburg argumentieren, die Jagd diene dem Artenschutz und erhalte Kulturlandschaften. Regulierte Bejagung helfe, Ökosysteme im Gleichgewicht zu halten und Überpopulation zu verhindern. Kritiker wie PETA widersprechen dieser Darstellung jedoch vehement und verweisen auf den Stress, dem die Tiere während solcher Events ausgesetzt sind.

PETA wirft Aiwanger vor, ein "tödliches Hobby" zu fördern, das soziale Strukturen von Tieren zerstört. Die Organisation kritisiert zudem, dass Jagdausstellungen wie die in Neuburg die Gewalt gegen Wildtiere verharmlosten. Besonders betroffen seien Hunde und Wildvögel, die bei solchen Veranstaltungen oft Verletzungen und extremen Stress erlitten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Trotz der Kontroversen zieht die Veranstaltung weiterhin Unterstützer an, die in der Jagd eine notwendige Tradition sehen. Der Konflikt zwischen Naturschutzargumenten und ethischen Bedenken bleibt damit ungelöst.

Die Neuburger Jagdmesse hat die Debatte über die Ethik der Jagd in Deutschland neu entfacht. Angesichts der Millionen getöteten Tiere dreht sich die Diskussion darum, ob die Praxis dem Wildtierschutz tatsächlich dient – oder unnötiges Leid verursacht. Die Beteiligung eines prominenten Politikers hat die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Ereignis noch weiter verstärkt.

Quelle