10 April 2026, 14:22

IT-Gipfel in München sucht Wege zur digitalen Souveränität Deutschlands

Eine Europakarte, die die Europäische Journalisten-Föderation (EFJ) in Blau hervorhebt, mit zusätzlichen Textdetails.

IT-Gipfel in München sucht Wege zur digitalen Souveränität Deutschlands

IT-Gipfel in München: Experten diskutieren digitale Souveränität Deutschlands

Vom 11. bis 12. November bringt der IT-Gipfel in München Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um Wege für eine größere digitale Unabhängigkeit Deutschlands von US-amerikanischen und chinesischen Technologieanbietern zu erörtern. Die Themen reichen von Open-Source-Lösungen über europäische Cloud-Dienste bis hin zum Einsatz von KI vor Ort.

Eine der Hauptrednerinnen, Gitta Kutyniok, Professorin an der LMU München, wird untersuchen, wie nachhaltige KI die technologische Zukunft Deutschlands stärken kann. Dirk Schrödter, Chef der Staatskanzlei Schleswig-Holstein, wird unterdessen für Open-Source-Software als Schlüssel zur digitalen Souveränität plädieren.

Bernie Wagner, CEO von STACKIT, bringt die Debatte auf den Punkt: Digitale Souveränität bedeute die Freiheit, sich aus Verhandlungen mit dominanten Anbietern zurückziehen zu können. Seine Perspektive wird die Diskussionen darüber prägen, wie die Abhängigkeit von ausländischen Tech-Giganten verringert werden kann.

Der Gipfel bietet auch praktische Einblicke: Am ersten Tag findet ein kostenloser Workshop statt, in dem Teilnehmer lernen, wie sie von VMware zu Proxmox mit Open-Source-Tools migrieren können. Fallstudien zeigen zudem reale Umstellungen auf europäische Cloud-Anbieter, lokale KI-Systeme und Open-Source-Alternativen.

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Guido Söldner, Geschäftsführer von Söldner Consult, analysiert die Herausforderungen und Vorteile europäischer Public-Cloud-Lösungen. Hans-Joachim Popp, Vertreter von VOICE e.V. und der Gesellschaft für Informatik, hinterfragt, ob die sogenannten "souveränen" Cloud-Angebote der US-Hyperscaler tatsächlich Unabhängigkeit bieten.

Marcus Schröter, bevollmächtigter Vertreter der Finanz Informatik, stellt vor, wie Sparkassen eine Private Cloud mit lokal gehosteter KI betreiben können. Zudem präsentiert Alexander Smolianitski, Leiter der Produktentwicklung bei ZenDiS, openDesk – eine in Deutschland entwickelte Open-Source-Bürosoftware.

Ziel des IT-Gipfels ist es, konkrete Strategien für eine geringere Abhängigkeit von nicht-europäischen Technologieanbietern aufzuzeigen. Die Diskussionen umfassen Cloud-Souveränität, die Einführung von Open-Source-Lösungen und den lokalen KI-Einsatz. Die Veranstalter erwarten, dass der Gipfel die deutsche Herangehensweise an digitale Unabhängigkeit in den kommenden Jahren maßgeblich mitgestalten wird.

Quelle