14 June 2026, 08:15

Hunderte fordern in Mainz Prüfung rechtsextremer Parteien durch Verfassungsschutz

Hundertschaften fordern Überprüfung von Rechtsextremen Parteien

Hunderte fordern in Mainz Prüfung rechtsextremer Parteien durch Verfassungsschutz

Rund 300 Menschen versammelten sich am Samstag in Mainz, um eine verfassungsrechtliche Überprüfung von rechtsextremen Parteien zu fordern. Die unter dem Kampagnennamen PRÜF organisierte Demonstration rief zu einer strengeren Kontrolle politischer Gruppen auf, die vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuft werden.

Die Teilnehmenden hielten Schilder mit Botschaften wie „Darf man das denn nicht mal prüfen?“ oder „Übrigens: Kontrolle schützt die Freiheit“ hoch. Der Name der Kampagne, PRÜF, steht für „prüfen“ – also „überprüfen". Die Initiative forderte explizit eine Prüfung von Parteien, die als mutmaßlich oder bestätigt rechtsextrem gelten.

Laut Polizei verlief die Veranstaltung ohne Zwischenfälle. Eine solche verfassungsrechtliche Überprüfung kann nur vom Bundestag, Bundesrat oder der Bundesregierung eingeleitet werden. Das Bundesverfassungsgericht müsste anschließend bewerten, ob die Parteien die rechtlichen Voraussetzungen für ein Verbot erfüllen – eine Hürde, die weiterhin hoch liegt.

Die Demonstration zeigte, dass es in der Bevölkerung Unterstützung für eine genauere Untersuchung rechtsextremer Parteien gibt. Ein formelles Prüfverfahren würde jedoch ein Tätigwerden der höchsten staatlichen Institutionen erfordern. Falls eingeleitet, wäre damit eine gründliche juristische Prüfung verbunden.

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