Haßelmann attackiert Scholz: "Steht nicht mal auf dem Platz"
Die Spitzenpolitikerin der Grünen, Britta Haßelmann, hat Bundeskanzler Olaf Scholz in einem neuen Interview scharf kritisiert. Im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland am Dienstag warf sie ihm vor, trotz günstiger finanzieller Rahmenbedingungen seine Versprechen nicht einzulösen. Ihre Äußerungen unterstrichen zugleich den Vorstoß der Grünen für entschlossenere Maßnahmen der Regierung in den Bereichen fossile Brennstoffe und Lebenshaltungskosten.
Haßelmann behauptete, Scholz habe Erwartungen geweckt, diese aber kaum erfüllt. Sie verglich seine Führung mit einem Fußballer, der nicht einmal „auf dem Platz“ stehe, und stellte damit seine aktive Rolle in der Regierungsarbeit infrage. Die Kritik ging noch weiter: Sie erinnerte an Scholz’ früheren Spitznamen „der Machtklempner“ – nur um nun zu argumentieren, dass er diesem nicht gerecht werde.
Finanzielle Mittel seien nicht das Problem, betonte sie. Der Kanzler verfüge über beste Voraussetzungen, nutze sie aber nicht effektiv. Es sei unverantwortlich, schlechte Ergebnisse einfach hinzunehmen, ohne auf Veränderung zu drängen.
Zur Rolle ihrer Partei machte Haßelmann deutlich, dass die Grünen bereit seien, Verantwortung zu übernehmen. Ihr Ziel sei spürbarer Fortschritt für die Bürgerinnen und Bürger – vor allem beim Ausstieg aus den fossilen Energien. Gleichzeitig kritisierte sie, dass der Regierung ein schlüssiges Konzept fehle, um die Lebensbedingungen der Menschen im Land zu verbessern.
Das Interview verdeutlicht die wachsende Unzufriedenheit der Grünen mit der Führung des Kanzlers. Haßelmanns Forderung nach mehr Handlungsbereitschaft spiegelt die breitere Nachfrage nach klareren politischen Weichenstellungen in Energie- und Sozialfragen wider. Ihre Aussagen erhöhen den Druck auf Scholz, in den kommenden Monaten greifbare Ergebnisse vorzuweisen.






