10 June 2026, 20:18

Grüne prüfen Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus

"Totalitarismus-Tendenzen": Konservative Christen verteidigen sich gegen Grünen Anfrage

Grüne prüfen Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus

Die Grünen in Deutschland haben eine offizielle Kleine Anfrage an die Bundesregierung eingereicht, um mögliche Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und rechtsextremen Strömungen zu untersuchen. Der Schritt folgt einer zunehmenden medialen Auseinandersetzung mit konservativ-christlichen Gruppen und deren mutmaßlichen Verknüpfungen zu extremistischen Bewegungen. Öffentlich-rechtliche Sender wie ARD und ZDF haben kürzlich Dokumentationen ausgestrahlt, in denen solche Gruppen kritisch dargestellt werden.

In ihrer Kleine Anfrage fordern die Grünen detaillierte Angaben zur Größe, Struktur und potenziellen Gefahr von Netzwerken christlicher Fundamentalisten mit extremistischen Bezügen. Zudem wird nach Verbindungen zwischen christlich-fundamentalistischen Meinungsmachern und rechtsextremen Akteuren, Netzwerken oder Parteien gefragt – darunter die Alternative für Deutschland (AfD). Die Anfrage nennt konkret Personen wie Leonard Jäger und Tobias Riemenschneider sowie Organisationen wie die Alliance Defending Freedom International und den Bundesverband Lebensrecht.

Sowohl Jäger als auch Riemenschneider haben die Anfrage scharf kritisiert. Jäger wirft den Grünen vor, damit christlich-konservative Positionen zensieren und moralisch diskreditieren zu wollen. Riemenschneider sieht darin einen Versuch, historisch christliche Überzeugungen zu stigmatisieren und zu kriminalisieren.

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Zusätzlich schlagen die Grünen politische Maßnahmen vor, um digitale Inhalte mit Bezug zu christlich motiviertem Extremismus zu löschen. Die Bundesregierung muss innerhalb von zwei Wochen auf die Anfrage antworten.

Die Kleine Anfrage unterstreicht die wachsende politische und mediale Aufmerksamkeit für christlich-fundamentalistische Gruppen in Deutschland. Eine Stellungnahme der Regierung wird in Kürze erwartet. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob von solchen Gruppen eine Gefahr ausgeht oder ob sie zu Unrecht an den Pranger gestellt werden.

Quelle