Grönland als Schlüssel für nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft
Die 3. Weihenstephener Grönland-Dialoge fanden am 18. und 19. Februar 2025 in Freising statt. Die von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und der Technischen Universität München (TUM) organisierte Veranstaltung widmete sich resilienten Agrarsystemen und der Rolle Grönlands für eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion. Fachleute und Wissenschaftler:innen diskutierten Innovationen, Herausforderungen und Lösungsansätze für die Landwirtschaft der Zukunft.
In der zweitägigen Konferenz ging es darum, wie Grönland zur nachhaltigen Landwirtschaft beitragen kann. Prof. Dr. Martin Spreidler, Dekan der Fakultät für Nachhaltige Agrar- und Energiesysteme an der HSWT, hob Weihenstephan als zentrales Forschungszentrum für Grönland-Studien hervor. Er betonte das Potenzial der Region für die Entwicklung klimaresistenter Anbaumethoden.
Die vorgestellten Forschungsprojekte deckten ein breites Themenspektrum ab: Dr. Jan Maxa von der LfL präsentierte neue Verfahren zur Gewinnung hochwertiger Proteinfuttermittel aus Luzerne. Thomas Sixt von der TUM berichtete über Ergebnisse eines dreijährigen Freilandversuchs zu den Auswirkungen von Pflanzenkohle auf Grönlands Böden.
Der HSWT-Absolvent Florian Mackinger stellte seine Arbeit zum Erfolg der Nachsaat von Rotklee in Grönland vor, die auf eine Verbesserung der Futterqualität und Bodengesundheit abzielt. Stephan Sedlmayer, Präsident der LfL, verwies zudem auf das wachsende Interesse an Weidemanagement und erwähnte das Projekt „Weideland Bayern“, das die Beweidung von Grünland durch Rinder fördert.
Dr. Martin Köchy von der Deutschen Agrarforschungsallianz (DAFA) hielt einen Vortrag zur Einbindung des Grönland-Forums in ein größeres Netzwerk für nachhaltige Ernährungssysteme. Zudem wurden junge Forscher:innen ausgezeichnet: Emma Overmann und Artur Leo Römer erhielten Preise für ihre herausragenden Seminararbeiten im Bereich Pflanzenbau an der FOS/BOS München.
Die Dialoge unterstrichen die Bedeutung Grönlands für die Gestaltung einer nachhaltigen Landwirtschaft. Forschungsergebnisse zu Proteinfutter, Bodenverbesserung und Weidesystemen lieferten praxisnahe Lösungen für eine widerstandsfähige Landwirtschaft. Die Veranstalter planen, die Dialoge als Plattform für Innovation und Zusammenarbeit in diesem Bereich fortzuführen.






