Green Flexibility revolutioniert Stromnetze mit REGIOlink – doch Regulierung bremst aus
Klaus-Dieter PohlGreen Flexibility revolutioniert Stromnetze mit REGIOlink – doch Regulierung bremst aus
Green Flexibility stellt neues Konzept zur Entlastung der Stromnetze in Deutschland vor
Mit REGIOlink präsentiert das Unternehmen Green Flexibility einen innovativen Ansatz, um Netzengpässe in Deutschland zu verringern. Kombiniert mit einem Whitepaper zu Batteriespeichern zielt das Konzept darauf ab, die Integration großflächiger Speichersysteme in regionale Netze effizienter zu gestalten. Angesichts einer wachsenden Flut von Netzanfragen für Batterieprojekte sehen sich Betreiber mit Verzögerungen konfrontiert – oft werden teure neue Stromtrassen gefordert, statt auf flexible Lösungen zu setzen.
Das datenbasierte System REGIOlink von Green Flexibility soll die Netzflexibilität analysieren und steuern. Aktuell wird es in einer Pilotphase im Werk Immenstadt getestet und nutzt Steuerungskorridore, um zu quantifizieren, wie Speichersysteme Engpässe entlasten können. Das Konzept ist Teil eines umfassenden Whitepapers, das Betriebsmodi von Batterien nach ihrer Netzwirkung klassifiziert und so eine klarere Grundlage für deren Einbindung bietet.
Zudem bietet das Unternehmen Implementierungsmodule für REGIOlink an, die technische Bewertungen netzrelevanter Betriebsweisen sowie abgestimmte Arbeitsabläufe umfassen. Dennoch bleiben regulatorische Lücken eine Hürde für eine breitere Einführung. Christina Hepp, Direktorin für Strategie bei Green Flexibility, räumt ein, dass die Systembalance möglicherweise Einnahmekompromisse erfordert, betont jedoch, dass eine faire Vergütung entscheidend sei.
Bosch setzt auf grüne Energie in Bamberg Parallel dazu hat Bosch in Bamberg einen weiteren Schritt in Richtung sauberer Energie gemacht: Ein neu in Betrieb genommener 2,5-Megawatt-Elektrolyseur produziert nun Wasserstoff nach EU-Standards und stärkt so die wachsende Infrastruktur für klimaneutrale Energie in Deutschland.
Der Druck für intelligentere Netze hält an, während die Zahl der Anträge für Batteriespeicher die Netzbetreiber überlastet. Zwar zeigen REGIOlink und ähnliche Innovationen vielversprechende Ansätze, doch ihr Erfolg hängt von regulatorischen Anpassungen ab. Ohne diese dürften sich Verzögerungen bei der Speichereinbindung und die Abhängigkeit von klassischen Netzausbau-Maßnahmen weiter hinziehen.






