Gewerkschafterin warnt vor deutscher Stagnation und fordert neue Industriepolitik
Pierre BaumGewerkschafterin warnt vor deutscher Stagnation und fordert neue Industriepolitik
Iris Benner, eine führende Gewerkschafterin, hat vor der wirtschaftlichen Stagnation Deutschlands in den vergangenen sechs Jahren gewarnt. Sie betonte die Notwendigkeit einer klaren Industriepolitik, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes gegenüber Konkurrenten wie China und den USA zu sichern. Ihre Äußerungen fielen im Zuge ihrer Forderung nach stärkeren Maßnahmen zum Schutz von Arbeitsplätzen und regionalen Industrien.
Benner kritisierte die aktuelle Wirtschaftspolitik scharf und argumentierte, dass traditionelle industriepolitische Ansätze kein faires Wettbewerbsfeld mehr schaffen. Sie lehnte pauschale Kürzungen bei Subventionen als unwirksam ab und setzte sich stattdessen für gezielte Investitionen in Schlüsselsektoren wie grüne Stahlproduktion und Elektromobilität ein. Ein vorgeschlagener Industrie-Strompreis gehörte ebenfalls zu ihrem Plan, um die deutsche Produktionsbasis zu stärken.
Die Belastung der Beschäftigten hob sie besonders hervor und wies Vorschläge zur Reform der Arbeitszeitregelungen zurück. Angesichts des bereits hohen Drucks im Arbeitsalltag betonte sie, dass weitere Änderungen die Lasten nur erhöhen würden. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass ihre Partei nicht die Rolle der Regierung übernehmen oder Koalitionsverhandlungen neu aufnehmen werde.
Trotz ihrer Kritik zeigte sich Benner offen für eine Zusammenarbeit mit der Bundesregierung. Sie forderte, Deutschland durch kluge Investitionen als Industriestandort zu stärken. Ein kürzlich stattgefundenes Treffen mit den Sozialpartnern war dabei besonders wichtig – vor allem vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes.
Benners Appell für eine zielgerichtete Industriepolitik zielt darauf ab, das Wachstum wiederzubeleben und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Sie will Investitionen in Branchen lenken, die langfristige Stabilität sichern können. Nun wird sich zeigen, ob die Regierung ihre Vorschläge aufgreift oder einen anderen Weg einschlägt.






