Fürths Oberbürgermeister widerspricht Bas: Migration und Sozialleistungen bleiben Streitpunkt
Susi DrubFürths Oberbürgermeister widerspricht Bas: Migration und Sozialleistungen bleiben Streitpunkt
Thomas Jung, Oberbürgermeister von Fürth, hat Bundesministerin Bärbel Bas öffentlich für ihre jüngsten Äußerungen zur Migration kritisiert. In einer Bundestagssitzung hatte Bas behauptet, niemand komme nach Deutschland, um Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen – eine Aussage, die Jung als falsch und irreführend zurückwies.
Jung argumentierte, es gebe klare Belege für gezielte Zuwanderung in das deutsche Sozialsystem. Er verwies dabei auf Fälle aus Osteuropa sowie aus Nicht-EU-Staaten. Zwar erkannte er die Leistungen gut integrierter Migrantinnen und Migranten an, bestehe das Problem jedoch nicht weniger und dürfe nicht ignoriert werden.
Der Oberbürgermeister warnte zudem, dass eine Verharmlosung der Thematik weitreichende politische Folgen haben könnte. Statt die sozialen Realitäten zu leugnen, müsse man sie vielmehr angehen, betonte er. Jung fügte hinzu, dass Untätigkeit nicht nur seiner eigenen Partei, der SPD, schaden, sondern die Gesellschaft insgesamt destabilisieren könnte.
Trotz seiner Kritik würdigte Jung gleichzeitig Erfolgsgeschichten der Migration in Fürth. Er räumte ein, dass viele Zuwanderer positive Beiträge leisteten, hielt aber daran fest, dass sozialleistungsmotivierte Migration ein reales Problem bleibe.
Jungs Aussagen spiegeln eine zunehmende Debatte über Zuwanderung und Sozialleistungen in Deutschland wider. Seine Gegenposition zu Bas’ Statement unterstreicht die Spannungen innerhalb der politischen Diskussion zu diesem Thema. Die Frage entwickelt sich zunehmend zu einem Konfliktpunkt zwischen kommunaler und bundespolitischer Sichtweise.






