03 April 2026, 12:25

Fürths Haushalt 2026: 30 Millionen Euro Defizit und harte Sparzwänge

Tortendiagramm, das den Haushalt von Kalifornien 2022-2023 nach Einkommen, Ausgaben und anderen finanziellen Zuordnungen unterteilt, wobei die Segmentgrößen proportional zu den Finanzierungsbeträgen sind.

Fürths Haushalt 2026: 30 Millionen Euro Defizit und harte Sparzwänge

Die Stadt Fürth hat den Entwurf für ihren Haushalt 2026 vorgestellt – und dabei ein beträchtliches Finanzloch offenbart. Eine Lücke von rund 30,3 Millionen Euro belastet die Planung und wirft Fragen nach der künftigen Handlungsspielraum auf. Die Verwaltung warnt: Ohne strikte Haushaltsdisziplin drohen erhebliche Kürzungen bei freiwilligen Leistungen.

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Die Personalausgaben steigen im kommenden Jahr voraussichtlich um etwa 3,2 Prozent auf rund 160 Millionen Euro. Dieser Anstieg verschärft die finanzielle Lage zusätzlich, zusammen mit höheren Kreisumlagen und wachsenden Kosten in den Bereichen Jugend und Soziales. Zwar bleiben die Steuereinnahmen stabil – mit leichten Zuwächsen bei den Mehrwertsteueranteilen –, doch reichen diese Mehreinnahmen nicht aus, um die steigenden Ausgaben zu decken.

Für 2026 sind ehrgeizige Investitionspläne vorgesehen: 82,3 Millionen Euro fließen in zentrale Projekte. Schulen erhalten 34,3 Millionen Euro, während auch Kitas, Sporteinrichtungen sowie Infrastruktur wie Straßen und Brücken gefördert werden. Doch im Vermögenshaushalt klafft eine Deckungslücke von 8,8 Millionen Euro, da administrative Mittel nicht umgeschichtet werden können.

Um die Finanzlage zu stabilisieren, könnte die Stadt auf ihre Rücklagen zurückgreifen müssen. Bis Ende 2024 verbleiben im allgemeinen Haushaltsausgleich nur noch 157,6 Millionen Euro – ein Puffer, der für unvorhergesehene Ausgaben kaum ausreicht. Das Finanzressort betont, dass eine konsequente Haushaltskonsolidierung unverzichtbar ist, um eine weitere Verschärfung der Lage zu vermeiden.

Der Haushalt 2026 zeigt Fürths Gratwanderung zwischen steigenden Kosten und begrenztem Einnahmewachstum. Angesichts schrumpfender Rücklagen und wachsender Pflichtausgaben muss die Stadt die Zügel straffer anziehen, um die Dienstleistungen aufrechtzuerhalten. Ohne Kurskorrekturen könnten künftige Haushalte noch schwierigere Entscheidungen erfordern.

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