Europas Halbleiterindustrie scheitert an eigenen Produktionszielen – Bayern setzt auf Milliardeninvestitionen
Susi DrubBayern stärkt Führung in der Chipproduktion - Europas Halbleiterindustrie scheitert an eigenen Produktionszielen – Bayern setzt auf Milliardeninvestitionen
Europas Halbleiterindustrie kämpft darum, ihre Produktionsziele zu erreichen. Der Kontinent stellt derzeit nur 8 % der weltweiten Halbleiter her – weit unter dem angestrebten Anteil von 20 %. Trotz politischer Bemühungen, die Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten zu verringern, erschweren die Konkurrenz aus Asien und den USA die Fortschritte.
Während der COVID-19-Pandemie sah sich Europa mit massiven Chip-Engpässen seitens asiatischer Zulieferer konfrontiert. Allein der deutsche Automobilsektor verlor durch den Mangel an Bauteilen Milliarden. Als Reaktion hat Bayern Maßnahmen ergriffen, um die lokale Produktion zu stärken, und investiert 700 Millionen Euro in den Ausbau seiner Halbleiterfertigung.
Die Region will nun die führende Rolle in Deutschlands Halbleiterbranche übernehmen. Zu den künftigen Plänen gehört die Herstellung photonischer Chips, die den Energieverbrauch um bis zu 90 % senken könnten. Um die Forschung zu beschleunigen, beabsichtigt Bayern zudem, Spitzenwissenschaftler aus dem Ausland mit überdurchschnittlichen Gehältern anzuwerben.
Politiker drängen auf eine größere Unabhängigkeit in der Halbleiterversorgung. Doch mit dem aktuellen Marktanteil von 8 % bleibt Europa weit hinter dem Ziel von 20 % der globalen Produktion zurück. Bayerns Investitionen und der Fokus auf Forschung könnten zwar die europäische Chip-Industrie stärken – doch der Wettbewerb aus Asien und den USA bremst weiterhin das Wachstum. Ohne weitere Fortschritte könnte das angestrebte 20-Prozent-Ziel für den Kontinent in weite Ferne rücken.






