EU-Pläne für emissionsfreie Firmenflotten sorgen bei Sixt für scharfe Kritik
Pierre BaumEU-Pläne für emissionsfreie Firmenflotten sorgen bei Sixt für scharfe Kritik
Die EU drängt auf strengere Vorschriften für gewerbliche Fahrzeugflotten, um den Anteil emissionsarmer und emissionsfreier Modelle bis 2030 und 2035 deutlich zu erhöhen. Der Vorschlag, Teil des "Automobilpakets" der Europäischen Kommission, stößt beim Autovermieter Sixt auf Kritik – vor allem wegen der befürchteten Kosten und Lieferengpässe.
Der Entwurf der Verordnung setzt ehrgeizige Ziele für die Mitgliedstaaten. Deutschland müsste sicherstellen, dass bis 2030 bereits 83 Prozent seiner Firmenflotte die Emissionsstandards erfüllt – bis 2035 sollen es sogar 95 Prozent sein. Diese Vorgaben stammen aus dem EU-Automobilpaket, das im Dezember 2025 vorgestellt wurde und noch verhandelt wird.
Sixt lehnt die Pläne vehement ab und spricht von einem "Hintertür-Verbot für Verbrennungsmotoren". Das Unternehmen warnt vor steigenden Mietpreisen aufgrund höherer Fahrzeugkosten und Umsetzungsproblemen. Konzernchef Konstantin Sixt verweist zudem auf die Abhängigkeit von chinesischen Batterielieferanten als großes Risiko.
Die Haltung der deutschen Regierung zu dem Vorhaben bleibt unklar. Seit der Vorstellung des Pakets gab es keine offiziellen Stellungnahmen, sodass offen ist, ob es Anpassungen an den ursprünglichen EU-Zielen geben wird.
Sollte die Regelung in Kraft treten, müssten Unternehmen ihre Flotten rasant auf saubere Fahrzeuge umstellen. Sixts Warnungen deuten auf höhere Belastungen für Wirtschaft und Verbraucher hin. Das Ergebnis hängt von den laufenden EU-Verhandlungen und der endgültigen Position Deutschlands ab.






