01 April 2026, 00:26

Einsteins geheime Ängste: Seltene Briefe zeigen seine Flucht vor den Nazis

Ein Buchumschlag mit Adolf Hitler inmitten von Menschen mit Mützen, betitelt "Deutsches Kolonial-Feitung" und datiert 11/1940.

Einsteins geheime Ängste: Seltene Briefe zeigen seine Flucht vor den Nazis

Eine Sammlung persönlicher Briefe von Albert Einstein kommt unter den Hammer und gewährt seltene Einblicke in seine Ängste während des Aufstiegs des nationalsozialistischen Deutschlands. Die Korrespondenz umfasst seine Sorgen über das Hitler-Regime, Bedrohungen seiner Sicherheit und private Kämpfe mit der Gesundheit seiner Familie. Für die Briefe werden Gebote im vier- bis fünfstelligen Bereich erwartet.

Einsteins Unbehagen über das politische Klima in Deutschland begann lange vor Hitlers Machtübernahme 1933. In einem Brief an seine Schwester aus dem Jahr 1921 gestand er, eine Reise nach München abgesagt zu haben, nachdem er Todesdrohungen erhalten hatte. Seine Ängste verschärften sich nach dem 30. Januar 1933, als Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde.

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Bereits im März durchsuchten NS-Behörden Einsteins Häuser in Caputh und Berlin. Noch im selben Monat, während er sich im Ausland aufhielt, gab er seinen deutschen Pass in der Botschaft in Brüssel ab. Am 4. April beantragte er offiziell den Verzicht auf seine preußische Staatsbürgerschaft – ein Gesuch, dem die Nationalsozialisten 1934 nachkamen, um ihn gezielt zu demütigen.

Ein Brief aus dem Jahr 1934 an seine erste Frau und seinen Sohn offenbart seine Verzweiflung über Deutschlands Abgleiten in die Tyrannei. Er machte Hitler für die Zerstörung unzähliger Leben verantwortlich und erwähnte eine mögliche medizinische Behandlung für die Schizophrenie seines Sohnes. Fünf Jahre später, 1939, betonte ein weiterer Brief die Widerstandsfähigkeit der jüdischen Gemeinschaft und rief zur Einheit gegen die Verfolgung auf.

Die Auktion umfasst drei zentrale Schreiben, mit Mindestgeboten von 12.000 Dollar für die Briefe von 1921 und 1939 sowie 25.000 Dollar für die Korrespondenz von 1934. Die Nachfrage nach Einsteins persönlichen Aufzeichnungen ist in den letzten Monaten stark gestiegen – ein Zeichen für das wachsende Interesse an seinen privaten Kämpfen.

Die Briefe bieten einen direkten Einblick in Einsteins Erlebnisse als jüdischer Pazifist unter der NS-Herrschaft. Die Versteigerung folgt auf ein gestiegenes Sammlerinteresse an seiner persönlichen Geschichte. Der Verkauf wird zeigen, welchen Wert diese historischen Dokumente heute haben.

AKTUALISIERUNG

Historical Auctions Reveal Market for Einstein's Nazi-Era Letters

Recent sales of Einstein's correspondence show sustained collector interest in his wartime writings. A 1933 letter penned on the exact day he renounced German citizenship (March 28) detailed Nazi threats and refugee aid efforts. A 1938 letter to friend Michele Besso discussed Hitler's rise and Jewish immigration challenges, with bids starting at $25,000. In 1939, a letter praising aid to Jewish refugees sold for $13,936—double its estimate—demonstrating strong demand for these historical documents.