07 April 2026, 04:16

Eavors revolutionäres Geothermie-Projekt in Geretsried kurz vor dem Durchbruch

Liniengraph mit geothermieerzeugtem Strom von 2021 bis 2022 mit begleitendem erklärendem Text.

Eavors revolutionäres Geothermie-Projekt in Geretsried kurz vor dem Durchbruch

Eavors Geothermie-Projekt in Geretsried steht kurz vor der Fertigstellung

Das kanadische Unternehmen Eavor hat für sein innovatives Geothermie-Projekt in Geretsried einen 100-Millionen-Euro-Zuschuss aus dem Innovationsfonds der EU erhalten. Mit neuen Bohrtechniken und tieferen Sonden hebt sich das Vorhaben deutlich von herkömmlichen Geothermie-Anlagen ab.

Die Bohrarbeiten in Geretsried begannen im Juli 2023. Das Team trieb zwei vertikale Bohrlöcher nieder, die jeweils fast 4,5 Kilometer in die Tiefe reichen. Zudem entstanden ein Dutzend horizontale Bohrungen, jede etwa 2,9 Kilometer lang.

Das System funktioniert wie ein riesiger Wärmetauscher: Eine Flüssigkeit zirkuliert durch die Bohrungen und entzieht dem tiefen Gestein Wärme. Anders als bei klassischen Geothermie-Kraftwerken kommt Eavors geschlossener Kreislauf ohne natürliche Thermalquellen oder Dampfvorkommen aus. Stattdessen nutzt die Technologie die Hitze in größeren Tiefen und an Standorten, die bisher als ungeeignet galten.

Dank optimierter Bohrtechnologien konnten die Arbeitszeiten deutlich verkürzt werden. Der Fortschritt in Geretsried steht exemplarisch für den branchenweiten Trend, Geothermie über die traditionellen "Hot Spots" hinaus auszubauen. Mit der baldigen Inbetriebnahme will Eavor die Skalierbarkeit seiner Methode unter Beweis stellen.

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Der 100-Millionen-Euro-Zuschuss der EU soll helfen, die Technologie weiter zu verfeinern und auszuweiten. Schnellere Bohrungen und tiefere Sonden könnten die Geothermie in bisher unerschlossenen Regionen wirtschaftlich attraktiv machen. Das Projekt in Geretsried dient dabei als Pilotvorhaben für künftige Entwicklungen im Bereich sauberer Energien.

Quelle