Nach Diebstahl - Versöhnungskirche Bestellt Kreuz Mit Neuem Nagel - Diebstahl des Nagelkreuzes erschüttert KZ-Gedenkstätte Dachau
Nagelkreuz aus Versöhnungskirche am Gedenkort der KZ-Gedenkstätte Dachau gestohlen
Ein Nagelkreuz wurde aus der evangelischen Versöhnungskirche auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau entwendet. Die Nachbildung, die dem berühmten Kreuz der Kathedrale von Coventry nachempfunden ist, besaß für die Gemeinde eine tiefe symbolische Bedeutung. Obwohl sein materieller Wert gering war, hinterlässt sein Verlust die Kirche in dringendem Bedarf nach einem Ersatz.
Der Diebstahl ereignete sich kürzlich: Der Täter nutzte das Kreuz offenbar in dem Versuch, eine Opferstock zu gewaltsam zu öffnen. Dabei wurde nicht nur das heilige Symbol entwendet, sondern auch der Spendenbehälter beschädigt. Seit 2012 gehört die Kirche zum weltweiten Netzwerk der Nagelkreuz-Zentren, das sich für Frieden und Versöhnung einsetzt.
Das gestohlene Kreuz stand im Mittelpunkt des wöchentlichen ökumenischen Gebets für Versöhnung, das jeden Freitag in der Kirche stattfindet. Da das Original nun fehlt, hat der Pfarrer um eine beschleunigte Anfertigung eines neuen Nagelkreuzes gebeten. Eine Lieferung vor der anstehenden christlich-jüdischen Gedenkveranstaltung am 9. November 2025 um 11:00 Uhr gilt jedoch als unwahrscheinlich.
Die Gemeinde hofft dennoch, dass der Ersatz bis zum 14. November 2025 eintreffen wird – rechtzeitig zum nächsten geplanten Versöhnungsgebet. Das Kreuz, schlicht im Design, steht als kraftvolles Symbol für Vergebung und Einheit.
Trotz des fehlenden Kreuzes wird die Kirche die Gedenkfeier wie geplant durchführen. Ein neues Nagelkreuz ist bereits in Arbeit, wird aber erst nach dem Termin am 9. November fertiggestellt sein. Die Gemeinde kommt weiterhin zum Gebet zusammen und bewahrt so ihre Tradition der Versöhnung und Besinnung.






