Deutschland-Ticket wird 2027 teurer – Länder fordern Milliarden für marode Verkehrsnetze
Klaus-Dieter PohlVerkehrsminister fordern mehr Geld für Infrastruktur - Deutschland-Ticket wird 2027 teurer – Länder fordern Milliarden für marode Verkehrsnetze
Verkehrsminister der Länder drängen auf mehr Bundesmittel für den Ausbau der Verkehrsnetze in Deutschland
Die Verkehrsminister der Bundesländer fordern höhere Bundeszuschüsse, um die maroden Verkehrswege des Landes zu modernisieren. Zudem einigten sie sich auf ein neues Preissystem für das Deutschland-Ticket, das ab 2027 teurer wird. Hintergrund sind wachsende Finanzierungslücken bei Straßen und Schienen.
Auf einer aktuellen Konferenz forderten die Minister die Bundesregierung auf, einen größeren Teil des milliardenschweren Sonderinfrastrukturfonds freizugeben. Betont wurde die Notwendigkeit einer langfristigen Finanzierung, um Instandhaltung, Neubauten und die Digitalisierung von Straßen, Schienen und weiteren Verkehrswegen zu sichern. Allein 2025 flossen rund 19 Milliarden Euro in die Schieneninfrastruktur – mit großen Projektabschlüssen in Sachsen, Rheinland-Pfalz sowie auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin.
Das Bundesverkehrsministerium hatte bereits Mitte September vor milliardenschweren Fehlbeträgen beim Bau und der Sanierung von Autobahnen gewarnt. Um die steigenden Kosten abzufedern, beschlossen die Minister nun einen neuen Preisindex für das Deutschland-Ticket. Dieser berücksichtigt über drei bis fünf Jahre die Entwicklung von Lohn-, Energie- und allgemeinen Inflationskosten. Die Preiserhöhung von derzeit 49 auf 63 Euro tritt 2027 in Kraft; weitere Anpassungen folgen indexbasiert.
Die finalen Details des Preismechanismus sollen auf der nächsten Verkehrsministerkonferenz im Frühjahr 2026 festgelegt werden. Ziel der Länder ist es, mit den zusätzlichen Mitteln die dringend benötigten Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur zu sichern.
Ab 2027 kostet das Deutschland-Ticket 63 Euro, künftige Preise richten sich nach dem neuen Index. Mit ihrer Forderung nach mehr Bundesgeldern wollen die Minister die Finanzierungslücken bei Straßen- und Schienenprojekten schließen. Die nächste Konferenz 2026 wird das genaue Funktionieren des Preissystems klären.






