02 April 2026, 14:17

Deutschland drohen Milliardenlücken bei der Krisenvorsorge im Gesundheitswesen

Offenes Buch mit detaillierter Karte von Bayern, einschließlich Städte und Dörfer, mit begleitendem Text, der wahrscheinlich die Region beschreibt.

Bayern fordert Vorbereitung des Gesundheitssystems auf Kriegsfall - Deutschland drohen Milliardenlücken bei der Krisenvorsorge im Gesundheitswesen

Eine aktuelle Studie der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) hat gravierende Lücken in der gesundheitlichen Notfallvorsorge Deutschlands für großflächige Krisen aufgezeigt. Die erst vor wenigen Tagen veröffentlichte Untersuchung beziffert die Kosten allein für den Schutz von Krankenhäusern vor Sabotage und Cyberangriffen auf 2,7 Milliarden Euro. Für eine vollständige Vorbereitung auf ein NATO-Bündnisfall-Szenario könnten hingegen Investitionen von bis zu 15 Milliarden Euro erforderlich sein.

Die CSU-Politikerin Judith Gerlach hat nun zu bundesweiten Maßnahmen aufgerufen, um das System zu stärken, und warnt, dass ein sicheres Gesundheitsnetz von zentraler Bedeutung für die Landesverteidigung sei.

Die DKG-Studie skizziert dringende Schritte, die nötig sind, um Krankenhäuser auf Krieg oder große Katastrophen vorzubereiten. Dazu gehören die Ausweitung der BehandlungsKapazitäten für verwundete Soldaten, der Bau gesicherter unterirdischer AusweichEinrichtungen sowie die Bevorratung lebenswichtiger medizinischer Güter. Auch der Schutz vor nuklearen, biologischen und chemischen Bedrohungen wurde als Priorität hervorgehoben.

Gerlach betonte im Gespräch mit der Augsburger Allgemeinen, dass solche Maßnahmen bundesweit einheitlich umgesetzt werden müssten. Ein widerstandsfähiges Gesundheitssystem sei nicht nur eine Frage der öffentlichen Gesundheit, sondern ein Grundpfeiler der nationalen Sicherheit.

Bayern hat bereits konkrete Schritte eingeleitet, um auf die Erkenntnisse der Studie zu reagieren. Im Koalitionsvertrag für 2025 wurden 500 Millionen Euro über vier Jahre für die Modernisierung von Krankenhäusern und der Kriseninfrastruktur veranschlagt. Dazu zählen der Ausbau medizinischer Reserven sowie die Einführung digitaler Frühwarnsysteme. Zudem trat im März 2026 das Bayerische Krisen- und Katastrophenschutzgesetz in Kraft, das regelmäßige Kriegs- und Krisenübungen sowie verbindliche Reservekapazitäten im Gesundheitssektor vorschreibt.

Die Kostenschätzungen der Studie variieren je nach Szenario. Ein grundlegender Schutz vor Sabotage und Cyberbedrohungen würde 2,7 Milliarden Euro erfordern. Die vollständige Vorbereitung auf einen NATO-Bündnisfall könnte die Ausgaben jedoch auf 5 bis 15 Milliarden Euro in die Höhe treiben.

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Bayerns Maßnahmen stellen die erste konkrete Reaktion auf die DKG-Warnungen dar – mit rechtlichen und finanziellen Verpflichtungen, die nun umgesetzt werden. Die 500-Millionen-Investition des Freistaats und das neue Krisengesetz setzen dabei Maßstäbe für andere Bundesländer. Doch die Gesamtzahlen der Studie deuten darauf hin, dass deutlich höhere Mittel nötig sein werden, soll Deutschland der vollen Dimension der Herausforderung gerecht werden.

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