07 June 2026, 12:14

Deutscher Zoll beschlagnahmt manövrierunfähigen russischen Öltanker in der Ostsee

Sicherheitsmaßnahmen für russisches Öl-Tankschiff in der Ostsee verschärft

Deutscher Zoll beschlagnahmt manövrierunfähigen russischen Öltanker in der Ostsee

Deutsche Zollbehörden haben den russischen Öltanker Eventin beschlagnahmt und abgeschleppt, nachdem dieser in der Ostsee manövrierunfähig geworden war. Das Schiff, das etwa 100.000 Tonnen Öl an Bord hatte, erlitt einen technischen Ausfall und begann zu treiben. Die Behörden handelten schnell, um Umweltgefahren abzuwenden und die Sicherheit auf See zu gewährleisten.

Die Eventin war ursprünglich von Ust-Luga in Russland nach Port Said in Ägypten unterwegs, als sie manövrierunfähig wurde. Der deutsche Zoll griff im April ein, übernahm die Kontrolle über den Tanker und ließ ihn zum Ankerplatz Nordperd bei Rügen schleppen. Dieser Standort wurde gewählt, um die Gefahr einer möglichen Ölkatastrophe zu verringern.

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An der Aktion waren speziell gecharterte Schleppboote beteiligt, die das Schiff in eine sichere Position brachten. Die Behörden wiesen auf die Schwierigkeiten hin, Schiffe der sogenannten russischen „Schattenflotte“ zu überwachen – eine Gruppe von Tankern, die oft unter internationalen Sanktionen operieren. Auch die Eventin unterliegt EU-Beschränkungen, was die Kontrolle zusätzlich erschwert.

Das deutsche Bundesfinanzministerium bestätigte die Beschlagnahmung und betonte die Bedeutung des Schutzes der Schifffahrtsrouten und der maritimen Umwelt. Der Vorfall verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Regulierung sanktionierter Schiffe auf stark befahrenen Wasserstraßen.

Die Eventin liegt weiterhin unter deutscher Aufsicht vor Rügen auf Reede. Die Beschlagnahmung steht im Zusammenhang mit den umfassenderen Bemühungen, Sanktionen durchzusetzen und gleichzeitig ökologische Schäden zu verhindern. Die Behörden überwachen weiterhin den Zustand des Tankers und mögliche Risiken.

Quelle