25 April 2026, 10:17

Deutsche Investoren werben in Südkorea um Samsung für Halbleiter-Expansion nach Ostdeutschland

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Deutsche Investoren werben in Südkorea um Samsung für Halbleiter-Expansion nach Ostdeutschland

Eine deutsche Investorendelegation hält sich derzeit in Südkorea auf, um neue Chancen in der Halbleiterbranche auszuloten. Vertreter aus Sachsen und Sachsen-Anhalt führen die Gespräche an und werben dabei um große Hersteller wie Samsung, um deren Expansion nach Deutschland voranzutreiben.

Deutschland verfügt über eine starke Erfolgsbilanz bei der Ansiedlung von Chipproduzenten: Unternehmen wie TSMC, Infineon, Bosch und GlobalFoundries betreiben bereits Werke im Land oder planen neue Standorte. Trotz hoher Energie- und Arbeitskosten haben sich diese Konzerne zu Investitionen verpflichtet – ein klares Zeichen für das Vertrauen in das Potenzial der Region.

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Nun gibt es Gerüchte, dass Samsung diesem Beispiel folgen könnte, möglicherweise um die Lücke zu füllen, die Intels aufgegebenes Fabrikprojekt in Magdeburg hinterlassen hat. Intels Rückzug war auf unternehmensinterne strategische Entscheidungen zurückzuführen und nicht auf die deutsche Politik, obwohl erhebliche Subventionen angeboten worden waren. Sachsen und Sachsen-Anhalt, wo bereits Chipfabriken existieren oder geplant sind, gelten laut Berichten als Favoriten für eine mögliche Samsung-Expansion.

Unklar ist noch der Umfang von Samsungs Europa-Engagement: Die Spekulationen reichen von einer Großfabrik bis hin zu kleineren Betrieben wie Verpackungs- oder Designzentren. Ein umfangreiches Subventionspaket dürfte eine Schlüsselrolle bei der Vereinbarung zwischen dem koreanischen Konzern und den deutschen Behörden spielen.

Sollten die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, könnte dies einen bedeutenden Schub für Deutschlands Halbleitersektor bedeuten. Samsungs Expansion würde sich in die bestehenden Investitionen anderer globaler Chiphersteller einfügen und die Position des Landes in der Branche weiter stärken. Der Ausgang hängt nun von den weiteren Verhandlungen und den endgültigen finanziellen Anreizen ab.

Quelle