Dehoga-Chefin warnt vor Bürokratie durch geplante Arbeitsmarktreformen
Klaus-Dieter PohlDehoga-Chefin warnt vor Bürokratie durch geplante Arbeitsmarktreformen
Die Chefin des Dehoga-Gastgewerbeverbands hat sich gegen die geplanten Arbeitsmarktreformen ausgesprochen. Ingrid Hartges warnte, dass verpflichtende betriebliche Altersvorsorgemodelle die Bürokratie und die Kosten für Unternehmen erhöhen würden. Zudem argumentierte sie, dass solche Maßnahmen weder das Wachstum ankurbeln noch die Jobchancen verbessern würden.
Hartges kritisierte die Gewerkschaften für ihr Vorgehen. Stabile Arbeitsplätze und eine stärkere Wirtschaft entstünden durch Pragmatismus und nicht durch Klassenkampf, betonte sie. Ähnliche Risiken sieht sie in anderen Vorhaben, die die Lohnnebenkosten für Arbeitgeber in die Höhe treiben würden.
Die Politik steht unter Zugzwang, schnell zu handeln. Der Krisengipfel im Kanzleramt hat in der Branche große Erwartungen geweckt. Im Mittelpunkt steht das geplante Arbeitszeitgesetz, das noch vor der Sommerpause eine einheitliche Wochenarbeitszeit einführen könnte.
Die Gastgewerbebranche wartet gespannt auf die Ergebnisse des Gipfels. Eine Entscheidung zum Arbeitszeitgesetz wird in Kürze erwartet. Die Unternehmen hoffen auf Reformen, die Kosten und praktische Erfordernisse in Einklang bringen.






