08 May 2026, 18:18

DBB attackiert Entgeltreform: Verfassungswidrig und unfair für Spitzenbeamte

Schwarz-weißer Architekturgrundriss des ehemaligen Bundeskanzleramts der Bundesrepublik Deutschland

DBB attackiert Entgeltreform: Verfassungswidrig und unfair für Spitzenbeamte

Deutscher Beamtenbund (DBB) fordert grundlegende Überarbeitung des Entgeltreform-Entwurfs

Der Deutsche Beamtenbund (DBB) hat umfassende Nachbesserungen am Regierungsentwurf für die Besoldungsreform gefordert. Zwar begrüßt die Organisation höhere Einstiegsgehälter für Bundesbeamte, kritisiert jedoch, dass zentrale Teile des Plans gegen verfassungsrechtliche Vorgaben verstoßen.

Besonders umstritten ist die Abschaffung des langjährigen „Alleinverdiener-Prinzips“, das der DBB scharf angreift. Der Gesetzentwurf sieht zwar höhere Einstiegsgehälter für Bundesbedienstete vor, streicht jedoch die bisherige Regelung, wonach das Einkommen des Partners oder der Partnerin in die Besoldungsberechnung einfloss. Der DBB bezeichnet diese Änderung als „unzulässig“ und argumentiert, dass das Partnereinkommen „außerhalb des Einflussbereichs des Beamten“ liege.

Für Beamte der höheren Besoldungsgruppe B fallen die geplanten Erhöhungen zudem geringer aus als für Angestellte der unteren A-Gruppen. Der DBB kritisiert insbesondere die 1,6-Prozent-Differenz zwischen den Stufen B3 und B4 als „besonders problematisch“. Nach Ansicht des Verbandes spiegle diese Lücke keine leistungsgerechte Bezahlung wider und untergrabe das Prinzip fairer Gehaltsabstufungen.

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Das Bundesinnenministerium hat sich bisher nicht zu den Anpassungen in der B-Besoldung geäußert. Der DBB hingegen besteht darauf, dass der aktuelle Entwurf die verfassungsrechtlichen Anforderungen an eine differenzierte Besoldung nicht erfülle. Die Organisation drängt nun auf eine „kritische Überprüfung“ der Einkommensunterschiede innerhalb der B-Struktur.

Im Mittelpunkt der DBB-Kritik stehen die 1,6-Prozent-Kluft zwischen den Besoldungsstufen B3 und B4 sowie die Streichung des „Alleinverdiener-Prinzips“. Ohne Korrekturen drohe die Reform, sowohl rechtliche als auch leistungsbezogene Besoldungsstandards zu verfehlen, warnt der Verband. Bisher hat die Regierung die Vorwürfe öffentlich nicht kommentiert.

Quelle