Bürgermeisterwahl in Breitbrunn: Ein Kandidat – und trotzdem keine Mehrheit
Susi DrubEin Kandidat - Und doch eine Stichwahl in der kleinsten Gemeinde - Bürgermeisterwahl in Breitbrunn: Ein Kandidat – und trotzdem keine Mehrheit
Eine kleine bayerische Gemeinde hat eine ungewöhnliche Bürgermeisterwahl erlebt: Trotz nur eines offiziellen Kandidaten lehnte fast die Hälfte der Wähler ihn ab. Nun kommt es Ende März zu einer Stichwahl.
In Breitbrunn am Chiemsee, der kleinsten Gemeinde Bayerns, trat bei der Bürgermeisterwahl nur ein Kandidat an: Armin Krämmer. Doch statt ihn zu wählen, schrieben 52,3 % der Wähler alternative Namen auf den Stimmzettel – nur 47,7 % stimmten für ihn. Obwohl er ohne Gegenkandidaten antrat, verfehlte er damit die absolute Mehrheit.
Die rund 200 Einwohner zählende Gemeinde umfasst drei Inseln im Chiemsee: die Fraueninsel mit ihrem Benediktinerinnenkloster, die Herreninsel, bekannt für das Schloss von König Ludwig II., und die kleinere Krautinsel. Die Wahlbeteiligung lag bei fast 80 % – ein Zeichen für das große lokale Interesse.
Da kein Kandidat im ersten Wahlgang die Mehrheit erreichte, kommt es am 22. März zur Stichwahl. Dann treten Krämmer und der beliebteste der nachträglich eingereichten Bewerber gegeneinander an.
Die Entscheidung über Breitbrunns nächsten Bürgermeister fällt damit erst in der zweiten Runde. Krämmer muss nun im März mehr Wähler von sich überzeugen. Das endgültige Ergebnis wird nach der Stichwahl feststehen.