Bundesregierung rettet Inlandsflugverkehr mit 350-Millionen-Paket vor dem Kollaps
Klaus-Dieter PohlBundesregierung rettet Inlandsflugverkehr mit 350-Millionen-Paket vor dem Kollaps
Die deutsche Bundesregierung hat ein Entlastungspaket in Höhe von 350 Millionen Euro für die Luftfahrtbranche aufgelegt. Die kurz vor Weihnachten verkündeten Maßnahmen sollen den Inlandsflugverkehr beleben und die Position Deutschlands als wichtiger Luftfahrtstandort stärken.
Der Inlandsflugverkehr in Deutschland leidet seit der Pandemie unter Nachfrageproblemen. 2020 brach die Nachfrage im Vergleich zu 2019 um über 74 Prozent ein – ein Rückgang, der den globalen Einbruch von rund 60 Prozent widerspiegelte. Noch immer liegen die Passagierzahlen nur knapp über der Hälfte des Vorkrisenniveaus.
Das Entlastungspaket umfasst mehrere zentrale Änderungen. So wird die Luftverkehrsabgabe ab Juli 2026 wieder auf das Niveau vor der Erhöhung gesenkt. Zudem werden die Gebühren für Flugsicherung und Sicherheit gedeckelt, um die Kosten für die Airlines zu reduzieren. Diese Schritte sollen Fluggesellschaften wie Lufthansa und Eurowings dazu bewegen, ihr Inlandsstreckennetz auszubauen.
Infrastrukturprojekte sollen das Wachstum unterstützen. Die Erweiterung des Terminals 1 am Flughafen München mit modernen Gate-Konzepten ist für Anfang 2026 geplant. Nach der Fertigstellung wird das Terminal bis zu sechs Millionen zusätzliche Passagiere pro Jahr abfertigen können.
Mit den Maßnahmen zielt die Regierung auf eine Erholung des Inlandsflugverkehrs ab. Die Airlines sollen ihr Angebot ausweiten, während geringere Gebühren und eine verbesserte Infrastruktur mehr Passagiere anlocken sollen. Wie die Fluggesellschaft Ryanair auf die neuen Regelungen reagieren wird, bleibt jedoch noch unklar.






