Bundespolizei Kempten meldet über 1.800 unerlaubte Einreisen an Schengen-Grenze
Ilja RustBundespolizei Kempten meldet über 1.800 unerlaubte Einreisen an Schengen-Grenze
Bundespolizeidirektion Kempten legt Jahresbericht vor
Die Bundespolizeidirektion Kempten hat ihren Jahresbericht für das vergangene Jahr veröffentlicht. Beamte registrierten dabei über 1.800 unerlaubte Einreisen und Einreiseversuche entlang der Binnengrenze des Schengen-Raums. Zudem erstatteten sie 177 Anzeigen wegen manipulierter oder gefälschter Dokumente.
Die Behörde überwacht einen 220 Kilometer langen Abschnitt der Schengen-Binnengrenze. Die meisten unerlaubten Einreisen wurden am Grenzübergang Hörbranz an der Autobahn A96 verzeichnet – fast die Hälfte aller Fälle. Rund 60 Prozent der Personen, die illegal einreisten, wurden später zurückgewiesen oder kehrten freiwillig zurück.
Die Beamten nahmen 105 Schleuser fest, die überwiegend aus Afghanistan, der Türkei oder Syrien stammten. Fast die Hälfte aller Festnahmen erfolgte bei Kontrollen auf Fernbuslinien. Die meisten aufgegriffenen Migranten kamen aus Syrien, Afghanistan und der Türkei.
Neben der Grenzüberwachung sorgt die Direktion für die Sicherheit im Schienenverkehr und den Schutz der Fahrgäste. Ihr Zuständigkeitsbereich umfasst 560 Streckenkilometer und 91 Bahnhöfe. Zudem führte die Polizei 1.290 Fahndungstreffer durch, darunter Festnahmeersuchen und Aufenthaltsermittlungen.
Der Bericht unterstreicht das breite Aufgabenspektrum der Bundespolizeidirektion. Dazu zählen Grenzschutz, Verkehrssicherheit und die Bekämpfung von Dokumentenfälschungen. Durch ihre Maßnahmen gelang es, zahlreiche Festnahmen zu tätigen und illegale Grenzübertritte zu verhindern.






