BSW fordert TV-Duelle mit AfD-Chefin Weidel vor Ost-Wahlen
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat die AfD-Vorsitzende Alice Weidel zu zwei öffentlichen Debatten vor den anstehenden Landtagswahlen herausgefordert. Die vorgeschlagenen Diskussionen sollen in Magdeburg und Schwerin stattfinden, wobei eine der Veranstaltungen auf einem großen öffentlichen Platz in Ostdeutschland geplant ist.
In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern stehen Wahlen bevor. Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag in Magdeburg gewählt, während die Abstimmung in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September folgt.
Das BSW fordert in beiden Bundesländern „überparteiliche Ministerpräsidenten“, die mit wechselnden Mehrheiten regieren sollen – gegebenenfalls auch unter Einbeziehung der AfD. Die Partei betonte jedoch, dass dies nicht die Bildung einer Koalition mit der AfD bedeute, sondern deren Mitwirkung bei Entscheidungen, sobald mit ihrer Unterstützung Mehrheiten zustande kämen.
Wagenknecht kritisierte die geringe Medienpräsenz ihrer Partei und erklärte, diese werde im öffentlich-rechtlichen Rundfunk „so gut wie gar nicht zu Wort“ kommen. Das BSW argumentierte zudem, sowohl die eigene Partei als auch die AfD würden „aus unterschiedlichen Gründen von der etablierten Politik angegriffen“. Das Bündnis fordert ein Ende der politischen Brandmauer gegen die rechtspopulistische AfD.
Für die beiden geplanten Debatten will das BSW seine Wahlkampf-Bühnen öffnen. Die Forderungen und Herausforderungen der Partei spiegeln ihren Einsatz für eine stärkere politische Teilhabe bei den ostdeutschen Landtagswahlen wider. Sollten die Debatten stattfinden, könnten sie die politische Landschaft in der Region maßgeblich prägen.
