Brandanschlag zerstört historisches Jagdschloss der Thurn und Taxis bei Regensburg
Ilja RustBrandanschlag zerstört historisches Jagdschloss der Thurn und Taxis bei Regensburg
Historisches Jagdschloss bei Regensburg durch Brandanschlag zerstört – Linksextremisten bekennen sich
Ein historisches Jagdschloss in der Nähe von Regensburg ist bei einem Brandanschlag zerstört worden, zu dem sich eine linksextremistische Gruppe bekannt hat. Das Feuer im Thiergarten, das zum Anwesen der Familie Thurn und Taxis gehört, verursachte einen Schaden von schätzungsweise vier Millionen Euro. Die Behörden prüfen nun, ob das sogenannte "Antifa-Kommando" hinter der Tat steckt.
Der Anschlag richtete sich gegen das ehemalige Jagdschloss, das seit 1969 an den Golf- und Country Club Regensburg verpachtet war. Die Flammen hinterließen kaum noch intakte Reste – die gesamte Inneneinrichtung brannte nieder, und das Gebäude wurde schwer beschädigt. Die Betreiber des dortigen Restaurants zeigten sich verzweifelt ob des Verlusts ihres Begegnungsorts.
Ein anonymer Brief, der auf dem linksextremistischen Portal Indymedia veröffentlicht wurde, bekannte sich zu der Tat. Die Verfasser bezeichneten den Anschlag als "deutliche Warnung" an Gloria Prinzessin von Thurn und Taxis und forderten sie auf, ihre politischen Äußerungen einzustellen. Zudem drohten sie mit weiteren Angriffen, falls sie ihre Aktivitäten fortsetze.
Die Polizei in der Oberpfalz untersucht den Brief im Rahmen der laufenden Ermittlungen. Zwar gibt es bisher keinen direkten Nachweis für eine Verbindung zu Antifa, doch werden alle möglichen Spuren verfolgt. Unterdessen bezeichnete Jürgen Sommer, der Bürgermeister von Donaustauf, die Zerstörung als "schweren Verlust" für die lokale Gemeinschaft.
Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Prinzessin auf frühere öffentliche Kritik reagiert oder eine Einladung an die Politikerin Alice Weidel vor dem Vorfall zurückgenommen hätte.
Das Jagdschloss liegt nun in Trümmern, die Reparaturkosten werden auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Die Ermittler versuchen weiterhin, die genauen Abläufe und Motive hinter dem Anschlag zu rekonstruieren. Für die Gemeinschaft und die Betroffenen bleibt vorerst die unmittelbare Bewältigung der Zerstörung.






