BMW-Chef Peter warnt vor Elektroauto-Zielen und kritisiert EU im Handelsstreit mit den USA
Susi DrubBMW-Chef Peter warnt vor Elektroauto-Zielen und kritisiert EU im Handelsstreit mit den USA
Nicolas Peter, der Aufsichtsratsvorsitzende von BMW, hat sich zu zwei zentralen Herausforderungen der Automobilbranche geäußert. Er sprach die zögerliche Umstellung auf Elektrofahrzeuge in Europa an und kritisierte die Rolle der EU im anhaltenden Handelsstreit mit den USA. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund neuer US-Zölle auf europäische Autos, die die transatlantischen Beziehungen zusätzlich belasten.
Peter zeigte sich skeptisch, ob Europa den vollständigen Umstieg auf Elektroautos bis 2035 schaffen wird. Zwar erwarte er, dass rein batteriebetriebene Fahrzeuge dann deutlich mehr als die Hälfte der Kundennachfrage ausmachen werden, doch eine Annäherung an eine 90-prozentige Verbreitung hält er für unwahrscheinlich. Auch die Hoffnung, hohe Spritpreise könnten den Wandel beschleunigen, wies er zurück – die Kosten allein würden den Umstieg nicht vorantreiben.
Um Fortschritte zu erzielen, forderte Peter eine strengere Kontrolle von Plug-in-Hybriden. Viele Fahrer nutzten den Elektromodus nur selten, was die ökologischen Vorteile der Technologie untergrabe. Trotz dieser Hindernisse bleibe BMW jedoch entschlossen, seine Dekarbonisierungsziele zu erreichen.
Im Handelskonflikt machte Peter die EU für die Eskalation der Spannungen mit den USA verantwortlich. Seine Aussagen folgten auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, einen 25-prozentigen Zoll auf europäische Autoimporte zu erheben. Trump warf der EU vor, ihre Zusagen im Zollabkommen nicht eingehalten zu haben. Peter entgegnete, die gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen beider Regionen seien stärker als die aktuelle politische Rhetorik vermuten lasse. Er drängte beide Seiten, zügig ein Handelsabkommen abzuschließen, um weitere Schäden zu vermeiden.
Peters Aussagen unterstreichen die Hürden bei Europas Elektroauto-Wende und den Bedarf an klareren politischen Weichenstellungen. Gleichzeitig droht der Handelskonflikt mit den USA die globalen Geschäftsaktivitäten von BMW zu erschweren. Das Unternehmen treibt zwar weiterhin die Dekarbonisierung voran, sieht sich aber externem Druck durch Marktrealitäten und politische Auseinandersetzungen ausgesetzt.






