Anstieg der Anzahl von Legehennenbetrieben in Bayern - Bayerns Eierbranche wächst trotz Vogelgrippe und bundesweitem Rückgang
Bayerns Eierindustrie wächst trotz bundesweiter Herausforderungen
Trotz übergreifender Schwierigkeiten in Deutschland verzeichnet die bayerische Eierbranche ein stetiges Wachstum. Zwar führten Ausbrüche der Vogelgrippe bundesweit zur Keulung von 1,5 Millionen Tieren, doch bayerische Betriebe konnten sowohl die Produktion als auch die Bestände ausbauen. Aktuelle Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg großer Legehennenbetriebe und ökologischer Haltungen in der Region.
In den vergangenen fünf Jahren stieg die Zahl der bayerischen Höfe mit mindestens 3.000 Legehennen um 14,5 Prozent. Stand 31. August 2025 gibt es in Bayern nun 379 solche Betriebe. Dies steht im deutlichen Kontrast zum Bundestrend, wo die Anzahl vergleichbarer Höfe um 12 Prozent sank – von 4.800 auf 4.224. Besonders stark waren die Rückgänge in Nordrhein-Westfalen (-15 Prozent) und Niedersachsen (-18 Prozent).
Auch die ökologische Landwirtschaft legt in Bayern zu: Die Zahl der zertifizierten Bio-Legehennenbetriebe stieg von 111 im Jahr 2020 auf 138 im Jahr 2025. Gleichzeitig blieb der gewerbliche Sektor des Freistaats von schweren Vogelgrippe-Ausbrüchen verschont – anders als in anderen Regionen, wo es zu massenhaften Keulungen kam.
Insgesamt wachsen sowohl der Legehennenbestand als auch die Eierproduktion in Bayern. Während viele Nachbarländer einen Rückgang ihrer Geflügelwirtschaft verzeichnen, setzt sich der Freistaat damit positiv ab.
Die jüngsten Daten unterstreichen die Widerstandsfähigkeit der bayerischen Geflügelhaltung. Mit mehr Großbetrieben und Bio-Haltungen hebt sich die Region vom bundesweiten Rückgang ab. Dass Bayern von schweren Vogelgrippe-Folgen weitgehend verschont blieb, hat das Wachstum der Eierproduktion zusätzlich begünstigt.