08 April 2026, 06:17

Bayern startet Wasserstoffnetz mit HyPipe one an österreichischer Grenze

Detailierte Weltkarte als Poster, die geplante Öl- und Gas-Pipelines zeigt, einschließlich Landesrouten, wichtigen Städten, Gewässern und erklärendem Text.

Bayern startet Wasserstoffnetz mit HyPipe one an österreichischer Grenze

Bayern hat mit der Genehmigung von HyPipe one einen wichtigen Schritt zum Aufbau seines Wasserstoffnetzes gemacht. Die 15 Kilometer lange Pipeline in der Nähe der österreichischen Grenze soll künftig an Wasserstoff-Importrouten angebunden werden. Die Landesbehörden erteilten die Planungsgenehmigung, sodass noch in diesem Jahr mit der Umrüstung der bestehenden Gasinfrastruktur begonnen werden kann.

Die bayerische Staatsregierung gab nach der Unterzeichnung der Genehmigung durch Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger grünes Licht für das Projekt. Damit startet offiziell der Aufbau des nationalen Wasserstoff-Kernnetzes in Bayern. Die Leitung wird das bayerische Chemiedreieck um Burghausen mit grünem Wasserstoff versorgen und so die ansässige Industrie unterstützen.

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Das Vorhaben setzt auf die Umnutzung alter Gaspipelines für den Wasserstofftransport und reduziert dadurch den Bedarf an Neubauten. Nach Fertigstellung wird die 15 Kilometer lange Strecke an die europäischen Wasserstoffkorridore angeschlossen. Die Europäische Union hat HyPipe Bavaria bereits als "Projekt von gemeinsamem Interesse" (PCI) eingestuft und damit seine regionale Bedeutung hervorgehoben.

Der Ausbau des gesamten 300 Kilometer langen Wasserstoffnetzes in Bayern soll in den frühen 2030er-Jahren abgeschlossen sein. Die Initiative zielt darauf ab, Unternehmen in Burghausen und Ingolstadt langfristige Planungssicherheit zu bieten. Durch die Nutzung bestehender Infrastruktur beschleunigt das Projekt den Übergang zu saubereren Energiequellen.

Mit der nun vorliegenden Genehmigung kann der Netzbetreiber Bayernets noch in diesem Jahr mit der Umrüstung der Leitungen für den Wasserstofftransport beginnen. In der ersten Phase liegt der Fokus auf der 15 Kilometer langen HyPipe-one-Strecke nahe der österreichischen Grenze. Sobald sie in Betrieb geht, wird sie Teil eines größeren Netzes sein, das die Wasserstoffversorgung für die industriellen Zentren Bayerns sichern soll.

Quelle