09 June 2026, 02:13

Bayern setzt auf Wasserstoff-Kraftwerk für sichere Energiezukunft nach 2031

Bayern unterstützt Wasserstoff-aktivierten Kraftwerk in Zolling

Bayern setzt auf Wasserstoff-Kraftwerk für sichere Energiezukunft nach 2031

Bayern will seine Energiesicherheit mit einem neuen wasserstofftauglichen Kraftwerk stärken. Die bayerische Staatsregierung und die Onyx Germany GmbH haben eine Absichtserklärung zum Bau der Anlage im Energiepark Zolling unterzeichnet. Das Projekt soll die langfristige Stromversorgung über das Jahr 2031 hinaus sichern und gleichzeitig den Ausstieg der Region aus der Kohle unterstützen.

Der Schritt folgt der Abschaltung des Kohleblocks 5 im Kraftwerk Zolling im Februar 2025. Obwohl die Einheit nicht mehr kommerziell genutzt wird, bleibt sie bis März 2031 als Teil der Netzreserve in Bereitschaft. Das neue Kraftwerk, das als Gas- und Dampfturbinenanlage konzipiert ist, wird in der Lage sein, mit Wasserstoff zu betrieben werden, und entspricht damit den künftigen Energiezielen.

Das Vorhaben fällt unter das Gesetz zur Stromversorgungssicherheit und Kapazitätsreserve (StromVKG), das von der Bundesregierung im Mai verabschiedet wurde. Dieses Gesetz führt einen Kapazitätsmarkt ein, um die Stromversorgung ab 2031 zu sichern. Innerhalb des nächsten Jahres sollen 11 Gigawatt steuerbare Kapazitäten ausgeschrieben werden. Das Kraftwerk in Zolling wird eine Schlüsselrolle bei der Stabilisierung des bayerischen Stromnetzes spielen – insbesondere dann, wenn die Erzeugung erneuerbarer Energien gering ist.

Roman Ritter, Geschäftsführer der Onyx Germany und Leiter des Kraftwerks, betonte die Notwendigkeit moderner, flexibler Kraftwerke während der Energiewende. Er hob die Bedeutung klarer rechtlicher Rahmenbedingungen und effizienter Ausschreibungsverfahren hervor. Hubert Aiwanger, Bayerns stellvertretender Ministerpräsident, ergänzte, dass neue Gaskraftwerke entscheidend seien, um eine zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung in der Region zu gewährleisten.

Die wasserstofffähige Anlage wird dazu beitragen, die Stromversorgung in Südbayern zu sichern und gleichzeitig den Kohleausstieg zu unterstützen. Da der Bau im Rahmen des StromVKG geplant ist, soll das Kraftwerk weit über das Jahr 2031 hinaus betrieben werden. Seine Entwicklung markiert einen Schritt hin zu einem flexibleren und nachhaltigeren Energiesystem im Freistaat.

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